Ausbildung Tagesmutter

Lohnt sich eine Ausbildung zur Tagesmutter?

Frau-und-Kind

Über eine Ausbildung zur Tagesmutter denken einige Frauen nach, die selbst Mutter sind und sich Geld dazu verdienen möchten. Eine solche Ausbildung ist auf jeden Fall naheliegend, wenn man das eigene Kind weiterhin selbst betreuen will und dabei noch andere Kinder versorgen möchte. Einigen Frauen ist diese Rolle nahezu auf den Leib geschneidert und es macht ihnen Freude, für einige Stunden am Tag mehrere Kinder im Haus zu haben. Nicht unbedingt braucht man für eine solche Tätigkeit eine Ausbildung zur Erzieherin, man kann sich stattdessen speziell als Tagesmutter qualifizieren. Dabei kann man nicht nur etwas über die Erziehung von Kindern hinzulernen, man entlastet auch andere Eltern und bietet ihnen eine zuverlässige Betreuung für ihre Sprösslinge.

Wie kann man eine Ausbildung zur Tagesmutter machen?

Grundsätzlich muss man vom Jugendamt eine Pflegeerlaubnis bekommen, diese ist die Basis der Ausbildung zur Tagesmutter. Es gibt dabei einige Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Zunächst einmal muss die Tätigkeit mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassen, sie muss länger als drei Monaten andauern und sie muss außerhalb der Wohnung der Eltern der zu betreuenden Kinder stattfinden. Beaufsichtigen darf man nicht mehr als fünf Kinder und meist nach der Ausbildung zur Tagesmutter auch nicht länger als fünf Jahre in diesem Job arbeiten. Informationen und Tipps für die Ausbildung zur Tagesmutter bekommt man am besten direkt beim örtlichen Jugendamt. Von dort aus wird im Normalfall auch der Kontakt zu den interessierten Eltern hergestellt.

Wie verläuft eine Ausbildung zur Tagesmutter?

Wenn man sich darüber im Klaren ist, dass die Ausbildung zur Tagesmutter die richtige Entscheidung ist, kann man mit der Qualifikation beginnen. Diese kann von Jugendamt zu Jugendamt unterschiedlich aussehen und auch verschieden viele Stunden umfassen. Der Bundesverband empfiehlt dabei eine ungefähre Stundenanzahl von 160 Stunden. Nach der Ausbildung zur Tagesmutter erhält man ein Zertifikat: „Qualifizierte Tagespflegeperson“. Kostenlos ist die Ausbildung meistens leider nicht, auch wenn man einen Zuschuss durch den Europäischen Sozialfond und das Jugendamt bekommen kann. Man muss mit einer Selbstbeteiligung von 100 bis 800 Euro rechnen.

Ist eine Ausbildung zur Tagesmutter etwas für mich?

Eine Ausbildung zur Tagesmutter und die darauf folgende Arbeit kann nicht von jedem ausgeführt werden. Eine Erlaubnis bekommt man nur nach der Eignungsfeststellung des Jugendamts, dafür sind zum Beispiel charakterliche Eigenschaften wie Belastbarkeit, Organisationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein wichtig, außerdem sollte sich ein liebevoller und doch konsequenter Umgang mit den Kindern zeigen. Es müssen die passenden Räumlichkeiten vorhanden sein sowie die Bereitschaft, sich nach der Ausbildung zur Tagesmutter eigenständig weiterzubilden.

Reich werden kann man als Tagesmutter nicht, aber man kann mit einem guten Verdienst rechnen. Pro Kind liegen die Beiträge durchschnittlich zwischen 3 und 5 Euro in der Stunde – je mehr Kinder man also betreut, desto mehr verdient man.1

Was muss ich noch wissen, wenn ich eine Ausbildung zur Tagesmutter machen will?

Nach der Ausbildung zur Tagesmutter kann man sich beim Jugendamt melden und wird dort an die Eltern vermittelt. Man kann seine Arbeit aber auch privat anbieten. In welchem Zeitrahmen man als Tagesmutter arbeiten will, kann man selbst entscheiden – manche Tagesmütter bieten eine Betreuung bis zum Mittag, andere bis zum späten Nachmittag an. Auch die Anzahl der Kinder kann man selbst bestimmen – zu Beginn sollte man sich vielleicht nicht gleich alle fünf Kinder ins Haus holen, sondern besser mit ein oder zwei anfangen.