Sonderurlaub bei Geburt

Dank Sonderurlaub bei der Geburt dabei sein

Mann-telefoniert

Wenn die Hälfte der Schwangerschaft geschafft ist, sollten werdende Papas bei ihrem Chef vorsprechen und nach dem in den meisten Fällen möglichen Sonderurlaub bei Geburt bitten. Nur so haben die werdenden Eltern die Sicherheit, die Geburt gemeinsam erleben zu können. Sonderurlaub macht also nicht nur Sinn für alle Väter, die bei der Geburt dabei sein wollen; auch wer das nicht möchte, profitiert davon. Denn wenn beide Eltern ein oder zwei Tage gemeinsam und in Ruhe den Nachwuchs willkommen heißen können, macht das den Start ins gemeinsame Familienleben perfekt. Sich mit dem Thema Sonderurlaub bei Geburt zu beschäftigen macht also durchaus Sinn und sollte zeitig genug in Angriff genommen werden.

Sonderurlaub bei Geburt – ist das immer möglich?

Sonderurlaub bei Geburt können alle fest angestellten Männer beantragen. Ein bis zwei Tage sind üblich – natürlich je nach Verhältnis zum Chef oder dem Inhalt des Arbeitsvertrags.1
Laut BGB muss ein Vorgesetzter einen Mitarbeiter freistellen, wenn dieser für eine kurze Zeit ohne eigenes Verschulden verhindert sein muss. Dazu zählen Todesfälle oder auch eine Vorladung bei Gericht ebenso wie die Geburt des eigenen Kindes. Es ist üblich, den Sonderurlaub bei Geburt zusätzlich zum festgelegten Jahresurlaub zu bekommen – allerdings muss das nicht sein. Wie der Arbeitgeber die Rechtssprechung des BGB auslegt, ist individuell verschieden und konkret im persönlichen Arbeitsvertrag geregelt.

Das Handy klingelt – wann darf Man(n) in den Sonderurlaub bei Geburt?

Kinder kommen, wann sie wollen und halten sich nicht an den im Mutterpass vermerkten Geburtstermin oder daran ob Papa Sonderurlaub bekommt. Was also, wenn das Telefon mitten in einer Besprechung klingelt oder gerade eine wichtige Phase im Projekt ansteht? Spontan den Arbeitsplatz verlassen zu können, ist sicher nicht in jedem Fall möglich. Um zumindest zeitnah los zu können, sollte der Arbeitgeber vorbereitet werden. Kann er sich darauf einstellen, dann entbindet er den werdenden Papa unter Umständen im infrage kommenden Zeitraum von bestimmten Aufgaben. So kann der den Weg ins Krankenhaus dank Sonderurlaub so schnell wie möglich angetreten werden.

Ein neuer Papa im Unternehmen

Frisch gebackene Väter können bei der Geburt ihres Kindes nicht nur Sonderurlaub in Anspruch nehmen, sie haben auch Anspruch auf Elternzeit. Es ist egal, ob Vater oder Mutter die gesetzlich geregelte Elternzeit in Anspruch nehmen. Sie können dies sogar gleichzeitig tun, denn trotz Elternzeit darf bis zu 30 Wochenstunden gearbeitet werden. Leider akzeptieren das viele Unternehmen immer noch nicht vorbehaltlos; sie geben zwar gern Sonderurlaub bei Geburt, sehen Väter, die die Elternzeit nehmen, allerdings nicht so gern. Vielleicht hilft ein gemeinsames Gespräch, in dem der Chef ruhig die Vorteile einer guten Work-Life-Balance hören sollte: Väter, die Arbeit und Familie gut unter einen Hut bekommen, sind meist hoch motiviert und stehen hinter ihrem Unternehmen.  Sie sind leistungsfähiger und meist sehr gute Teamplayer.2