Taufe

Woher kommt die Taufe?

Taeufling

Die Taufe ist ein Akt in der christlichen Religion, der dafür da ist, sich zu dem Glauben an Gott zu bekennen und zu versprechen, in Treue zu Gott zu leben. Mit dem Akt des Taufens soll derjenige Gottes Gnade und Vergebung für seine geerbten Sünden erhalten. Sie hat eine sehr lange Tradition, vor allem in der Bibel finden sich zahlreiche Stellen, in denen von der Taufe die Rede ist. Besonders bekannt ist in diesem Zusammenhang Johannes der Täufer, der im Fluss Jordan Jesus Christus getauft haben soll. Wo sich früher eigentlich nur Erwachsene haben taufen lassen, findet die Taufe heute bereits innerhalb der ersten zwei Lebensjahre statt, sofern die Eltern das möchten. Die Eltern sprechen dann stellvertretend für das Kind das Glaubensbekenntnis.1

Was muss man vor der Taufe beachten?

Es gibt klare Richtlinien die festlegen, wie man eine Taufe feiert. Trotzdem gestalten die einzelnen Gemeinden das Fest alle etwas anders. Allem voran steht ein Taufgespräch, das zusammen mit dem zuständigen Pfarrer entweder privat oder in Gruppenform geführt wird. Das Gespräch findet direkt nach der Anmeldung im Büro der Pfarrgemeinde statt. Getauft wird dann später entweder vom Pfarrer, von einem Diakon oder ein Pastoral- oder Gemeindereferent. Getauft wird  in der Regel in der Kirche. Man braucht bis zu zwei Taufpaten, die mindestens 16 Jahre alt sind.

Wie läuft eine Taufe ab?

Sinn der Taufe des Kindes ist es, von allen Belastungen reingewaschen zu werden. Zwar hat es noch nicht gesündigt, jedoch sind auch Sünden aus früheren Leben mit eingeschlossen, ebenso wie erbliche oder psychische Belastungen. Durch das Aufträufeln des geweihten Wassers soll das Kind geistig gereinigt und neu geboren werden. Anschließend wird mit Katechumenöl gesalbt sowie mit Chrisamöl. Nun wird die Taufkerze an der Osterkerze angezündet als Zeichen dafür, dass durch das Kind Licht und Wärme auf die Welt gekommen sind. Ebenfalls zur Zeremonie gehören das Taufkleid. Ein weißes Kleid, das die Reinheit des Kindes symbolisiert. Das Kreuzzeichen macht der Täufer, die Eltern und die Taufpaten auf der Stirn des Kindes und geben ihm damit zu verstehen, dass es immer geliebt wird.2