Kinderbetreuung zu Hause

Kinderbetreuung zu Hause

Mutter-mit-Kind

Eine Kinderbetreuung zu Hause ist für viele Eltern die einzige Alternative zu überfüllten Krippengruppen, lauten Kindertagesstätten und überarbeiteten Erziehern. Je kleiner der Nachwuchs ist, desto häufiger bleiben vor allem Mütter zu Hause und geben ihrem Kind hier das, was es am nötigsten braucht: eine individuelle Betreuung voller Liebe, Geduld und ganz nach den Interessen des Nachwuchses. Aber auch nach dem 3. Geburtstag erscheint eine Kinderbetreuung zu Hause für viele sinnvoll. Schaden wird sie offenbar nicht, denn Studien zu Folge haben Familien etwa doppelt so viel Einfluss auf die Entwicklung von Kindern wie Kindertageseinrichtung.1 Kinderbetreuung zu Hause ist daher für viele Familien eine hervorragende Alternative.

Vorteile der Kinderbetreuung zu Hause

Bildung und Erziehung in der Familie haben eine große Bedeutung. Nicht zuletzt deshalb, weil der Einfluss von Pädagogen bei Gruppenstärken von bis zu 20 Kindern  äußerst begrenzt ist. Einer positiven emotionalen, sozialen, kognitiven und persönlichen Entwicklung steht bei einer Kinderbetreuung zu Hause nichts im Wege, wenn

  • Eltern mit ihren Kindern aktiv kommunizieren, Probleme diskutieren und dabei einen umfänglichen Wortschatz und eine richtige Grammatik nutzen.
     
  • Eltern „Lernvorbilder“ sind und ein Interesse für Kultur, Wissenschaft und Politik vorleben.
     
  • Bücher und moderne Medien aktiv und sinnvoll genutzt werden.
     
  • Kinder sich geborgen fühlen und geliebt werden, sodass sie als starke kleine Personen ihre Welt erobern können.

Nachteile der Kinderbetreuung zu Hause

Eltern, die sich für eine Kinderbetreuung zu Hause entscheiden, nehmen finanzielle Einbußen bewusst in Kauf. Über einen langen Zeitraum heißt es oft, den Gürtel enger schnallen und auf so manch schöne Dinge zu verzichten. Neben diesen materiellen Nachteilen stellt sich aber auch die Frage, ob es nicht eventuell auch Nachteile für die  Entwicklung des Kindes mit sich bringt. Offenbar nicht, denn entsprechende Studien haben bis jetzt keinerlei signifikante Nachteile einer Kinderbetreuung zu Hause feststellen können. Kinder haben in  Wissens-Tests zwar schlechter abgeschnitten als fremd betreute Mädchen und Jungen – allerdings nur bis zum Beginn der Schulzeit. Später hat sich der scheinbare Wissensvorsprung relativiert. Und: Kinder aus Tageseinrichtungen gelten als selbstbewusster, durchsetzungskräftiger und offener – durch eine Kinderbetreuung zu Hause wird der Nachwuchs ängstlicher und zaghafter, aber auch höflicher, verträglicher und gehorsamer.2

Abwechslung, Hilfe und Unterstützung suchen

Kinder genießen es, ihren Tag im vertrauten Umfeld mit ihren Lieben zu verbringen. Sie finden es aber auch spannend, andere Kinder kennenzulernen und mit diesen in einer neuen Umgebung zu spielen. Regelmäßige Besuche in Krabbelgruppen oder bei Kindertreffs sollten deshalb auch bei einer Kinderbetreuung zu Hause den Tagesablauf bestimmen. Sie sind zum einen eine gute Vorbereitung auf die Zeit nach der Kinderbetreuung zu Hause. Zum anderen treffen Mütter hier Gleichgesinnte, mit denen sie sich über aktuelle Erziehungsfragen und -probleme austauschen können. Die Kinderbetreuung zu Hause muss im Übrigen nicht zwangsläufig von den Eltern übernommen werden. Tagesmutter, die Großeltern oder beispielsweise ein Au-pair bringen Abwechslung in den Alltag und entlasten Mutter oder Vater bei ihrer Erziehungsarbeit.3 Das Erziehungsgeld soll die finanzielle Belastung von Eltern, die ihr Kind zu Hause betreuen, übrigens etwas minimieren.4