Babysprache Übersetzung

Mimik, Gestik, Töne – Babysprache ist vielseitig und eine Übersetzung ist nicht schwer

Babysprache_Übersetzung

Auch wenn es für manche Eltern unmöglich scheint: Für nahezu jede Äußerung ihres Babys – also die Babysprache - gibt es eine Übersetzung.

Dabei müssen frischgebackene Mütter und Väter keinesfalls auf die Wissenschaft verlassen:1 Es reichen eine gute Beobachtungsgabe, etwas Geduld und sicher auch die jahrelangen Erfahrungen gestandener Mütter, Hebammen und Kinderärzte. Denn die intuitive, ganz einfache Babysprache ist  bei allen Babys gleich – überall auf der Welt, im Menschen- und sogar im Tierreich.2

Mit dem Gesicht sprechen – mimische Kommunikation in Babysprache und ihre Übersetzung

  • In der Mimik des Babys können Eltern nach einiger Zeit wie in einem Buch lesen: Liegt der kleine Wicht ruhig, mit leerem Blick und hängenden Händchen in seinem Stubenwagen oder der Wiege ist er höchst zufrieden.
     
  • Ein herzhaftes Gähnen braucht eigentlich keine Übersetzung: Das Kleine ist eindeutig müde.
     
  • Zuckt das Baby im Schlaf und erschrickt tagsüber häufig, möchte es in seiner Babysprache sagen, dass es in letzter Zeit einfach zu viel erlebt und überreizt ist. Ein regelmäßiger Tagesablauf mit vielen Ruhephasen hilft schnell.
     
  • Die Übersetzung für einen hoch konzentrierten und ruhigen Blick etwa auf einen Gegenstand lautet: „Hey, das hier interessiert mich gerade, lass mich jetzt mal in Ruhe!“ Oft sind dann auch die Hände leicht geöffnet. Die Übersetzung der Babysprache für fest geschlossene Fäustchen und eine zappelige Angespanntheit bedeutet dagegen Angst oder Schmerzen.
     
  • Die Steigerung davon: Ein Zusammenkneifen von Augen und Mund, geballte Fäustchen, eine schnelle Atmung und ein blasses oder gerötetes Gesicht. Hier ist der Weg zum Kinderarzt die richtige Übersetzung der Babysprache.

Wenn der ganze Körper spricht: Babysprache mit Gesten

  • Augen, Hände, Köpfchen, Bauch und Beine – Babys nutzen ihren gesamten Körper, um in ihrer Babysprache zu sprechen.
     
  • Manchmal dreht es den Kopf suchend hin und her und steckt seine Fäustchen in den Mund –  eindeutige Übersetzung: Hunger. Oder es schaut Mama und Papa lachend direkt ins Gesicht, verfolgt neugierig Gegenständen und Personen und strampelt vergnügt mit Armen und Beinen: Prima, beste Spielzeit mit einem hellwachen, kerngesunden und gut gelaunten Baby – so die Übersetzung! 
     
  • Die Fäustchen machen aber noch eine andere Übersetzung der Babysprache möglich: Nämlich, wenn sie zu Reiben von Augen und Ohren eingesetzt werden. Dann ist der Nachwuchs müde und möchte ein Mützchen Schlaf nehmen.
     
  • Ruckartig an den Körper gezogene Beinchen und ein nach hinten überstreckter Kopf, begleitet von lautem Schreien ist vor allem in den ersten drei Monaten nach der Geburt Alltag in vielen Baby-Haushalten. Die Übersetzung der Babysprache: „Ich habe Bauchschmerzen, möchte den Bauch massiert bekommen und herumgetragen werden!“

Babysprache mit Tönen und Lauten und deren Übersetzung

Töne und Geräusche der Babys sind ebenfalls eine dankbare Hilfe für die Übersetzung der Babysprache. Eine Mutter aus Australien beispielsweise gibt jungen Eltern eine Art Mini-Wörterbuch speziell für die ersten drei Monate an die Hand. Mit fünf grundlegenden Lauten in Babysprache:

  • “Neh” bzw. “Nnääääähh” ist die Übersetzung für Hunger,
     
  • “Aaau” oder “Aaahh“ bedeutet in Babysprache, dass das Kind schlafen möchte,
     
  • bei “Hheeeh“ ist dem Kleinen unwohl und
     
  • “EÄÄÄhhh” ist die Übersetzung für Blähungen.
     
  • Das kurze „Eh“ dürfte in den meisten Fällen nach Brust oder Flasche zu hören sein: Die Übersetzung lautet „Ich will ein Bäuerchen machen!“

Andere Baby-Experten wiederum haben die Babysprache und ihre Übersetzung nach

  • Kontaktlaut (kurzer Einzelton, mit dem das Baby fragt, ob jemand in der Nähe ist)
     
  • Schlaflaut (zufriedenes Brummen, Durchatmen oder Seufzen)
     
  • Trinklaut (zufriedenes Schmatzen an Brust oder Flasche)
     
  • Wohligkeitslaut (wird oft wiederholt und drückt Spielfreude aus)
     
  • und Unmutslaut (sehr viele kurze Einzellaute, die meist in Quengeln und Weinen münden)

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