Schnuller - ja oder nein

Was spricht für und gegen einen Schnuller?

Schnuller

Die Frage nach einem Schnuller ist wohl die meist diskutierteste unter Eltern. Es gibt Befürworter und Gegner, ihre Begründungen fallen sehr unterschiedlich aus. Während sich Gegner vor allem auf die Gesundheitsrisiken berufen, führen Befürworter den Beruhigungs-Effekt an. Eine allgemeingültige Meinung zu diesem Thema ist so bald auch nicht von Seiten der Ärzte und Psychologen, die sich unter Gegnern und Befürwortern befinden, zu erwarten. Das verunsichert viele Eltern verständlicherweise. Diese Gegenüberstellung der Argumente soll Eltern helfen, sich selbst eine Meinung zu bilden, und gibt Tipps, worauf sie achten sollten, wenn sie sich für einen Schnuller entscheiden.

Schnuller – pro und contra

Das wichtigste Argument der Gegner sind die gesundheitlichen Folgen, die das jahrelange Saugen haben kann. Es ist erwiesen, dass sich dadurch das Risiko für Kiefer- und Zahnfehlstellungen erhöht. Viel schädlicher ist jedoch das Daumenlutschen. Der Daumen ist fester und beansprucht den Gaumen meist nur einseitig, so dass Fehlstellungen sogar noch häufiger bei Kindern, die am Daumen lutschen, auftreten als bei Schnuller-Kindern. Der Schnuller ist deutlich weicher und heutzutage auch kiefergerecht geformt. Deshalb empfehlen einige Ärzte sogar, den Kindern den Daumen aus dem Mund zu nehmen und ihnen stattdessen einen Schnuller anzubieten. Ein weiteres Argument der Gegner sind mögliche Sprachfehler. Das dauerhafte Saugen kann S- und Z-Fehler verursachen, die auf Zungenfehlstellungen zurückzuführen sind. Warum gefällt Kindern das Saugen an einem Schnuller überhaupt so gut? Hierauf haben Psychologen, die sich auf der Seite der Schnuller-Befürworter befinden, eine Antwort. Das Nuckeln ist für Babys sehr beruhigend, weil es ein Naturinstinkt ist. Sie lutschen deshalb bereits im Mutterleib am Daumen. Allerdings empfehlen die Experten,  Kindern einen Schnuller nur dann zu geben, wenn sie auch das Bedürfnis haben, zu saugen. Denn dadurch ist die spätere Entwöhnung sehr viel leichter. Die beruhigende Wirkung ist das Hauptargument der Befürworter. Viele Kinder lassen sich überhaupt nur durch die Befriedigung des Saugbedürfnisses beruhigen, sodass der Schnuller ein wahrer Segen für entnervte Eltern ist. Wird er gezielt eingesetzt– also nur wenn das Baby auch nuckeln möchte, ist er ein gutes Mittel zum Einschlafen und Trostspenden.

Schnuller ja, aber welcher?

Wenn sich Eltern für den Einsatz entscheiden, sollten sie jedoch nicht irgendeinen kaufen. Schnuller sind in verschiedenen Größen und Materialien erhältlich. Eine gut sortierte Auswahl finden Eltern zum Beispiel bei babyoutlet24.de. Das Wichtigste, worauf Eltern beim Kauf achten sollten, ist die kiefergerechte Form, weil diese das Risiko für Zahn- und Kieferfehlstellungen reduziert. Bei dieser ist das Saugteil an beiden Seiten abgeflacht und bietet eine schmale Auflagefläche für Kieferleisten und Lippen. Sie lässt außerdem genug Platz für die Zunge. Die Kirschform hat diese Vorteile nicht und ist daher nicht empfehlenswert. Das Schild muss so groß sein, dass das Baby den Schnuller nicht vollständig in den Mund nehmen kann. Löcher im Schild verhindern, dass das Kind zu fest saugt. Es gibt gelblich-braune Latexschnuller aus natürlichem Kautschuk und durchsichtige Silikonschnuller. Während sich Latexschnuller leichter verformen, sind solche aus Silikon weniger bissfest, sodass Kinder diese durchbeißen können. Hier sollten Eltern selbst ausprobieren, welches Material sich bei ihrem Kind bewährt.

Rechtzeitig entwöhnen

Wenn sich Eltern für einen Schnuller entscheiden, sollten sie ihn ihren Kindern spätestens ab dem zweiten Lebensjahr wieder abgewöhnen. Die beste Strategie ist eine schrittweise Entwöhnung mit dem Ziel, dass er möglichst bald nur noch als Einschlafhilfe benötigt wird. Je früher man anfängt, desto schneller brauchen Kinder das Hilfsmittel gar nicht mehr. Wenn man die Kinder rechtzeitig wieder entwöhnt, kann ein kiefergerechter Schnuller wenig Schaden anrichten. Der beruhigende Effekt, den er mit sich bringt, ist für einige Eltern jedoch oft unersetzlich.