Hautgrieß

Hautgrieß: Häufig aber harmlos

Hautgrieß

Hautgrieß, auch Grieskörner oder Milien genannt, ist eine der häufigsten Hautveränderungen bei Säuglingen. Er tritt bei bis zu 50 Prozent aller Neugeborenen auf.1 Die hormonellen Veränderungen während der Geburt können Veränderungen im Organismus des Säuglings auslösen, sogenannte Schwangerschaftsreaktionen. Unter anderem kann es zu einer Fehlfunktion der Talgdrüsen kommen und in der Folge entsteht dann der Hautgrieß.2 Milien sind dabei kleine, weiße Knötchen, die mit Hornmaterial gefüllt sind. Laut der Praxisklinik für Dermatologie Aachen verschwindet der Hautgrieß bei Babys in der Regel von selbst und eine Behandlung ist nicht notwendig.3

Woran erkennt man Hautgrieß?

Hautgrieß kann man daran erkennen, dass sich kleine weiße Knötchen unter der Haut des Babys bilden. Diese kleinen Zysten sind dabei nur ein bis zwei Millimeter groß. Die Knötchen können vereinzelt oder in Gruppen auftreten. Hautgrieß bildet sich häufig im Gesicht, an den Augen oder an den Wangen. Selten tritt er am Rumpf, an Armen und Beinen oder im Genitalbereich auf.4 Die aus dem Protein Keratin bestehende Hornhaut, die sich in den Knötchen ansammelt, kann dem Hautgrieß auch eine gelbliche Farbe verleihen.5 Obwohl die Grieskörner völlig harmlos sind, sollte man bei Hautveränderungen des Säuglings grundsätzlich eine Diagnose vom Arzt einholen. Bei Neugeborenen kann es zu zahlreichen Hautveränderungen kommen, die man als Laie leicht verwechseln kann.

 

Die Ursache von Hautgrieß

Hautgrieß

Hautgrieß kann laut dem Klinikum Kulmbach bereits vor der Geburt entstehen.6 Die oberste Hautschicht des Babys verhornt bereits im Mutterleib. Die weißen Knötchen können sich bilden, da die Talgdrüsen des Kindes noch nicht ganz ausgebildet sind. Abgestorbene Haut wird nicht aus den Poren heraus transportiert, sondern bleibt regelrecht stecken. Beim normalen Hautgrießverstopfen die Poren direkt unter der Haut und es kommt zu den weißlich-gelben Milien. Kommt die Verstopfung weiter an der Hautoberfläche vor, kann sich darunter Schweiß ansammeln und kleine, durchsichtige Bläschen bilden (Miliara Cristallina). Liegt die Verstopfung sehr tief unter der Haut, können auch rote Papeln entstehen (Miliaria Rubra).4

Wie kann man Hautgrieß behandeln?

Die Diagnose Hautgrieß wird durch einen Arzt nach einer Untersuchung der Haut gestellt. Ein besonderer Test ist dabei nicht notwendig.7 In der Regel verschwinden Milien bei Neugeborenen innerhalb der ersten Lebenswochen von selbst wieder und man muss den Hautgrieß nicht behandeln. Er kann sich allerdings unter Umständen bis zu drei Monaten halten.4 Auf keinen Fall sollte man Grieskörner auf eigene Faust behandeln und versuchen, die Knötchen aufzudrücken, da es dadurch zu Narbenbildung kommen kann. Besonders hartnäckiger Hautgrieß kann mit speziellen Salben behandelt werden. Auch hier sollte man nicht zur Selbstmedikation greifen. Jegliche Hautveränderungen beim Säugling sollten vom Arzt kontrolliert werden.