Scharlach Baby

Scharlach beim Baby

Scharlach Baby

Scharlach ist eine bakterielle Infektion, die durch Streptokokken ausgelöst wird. Es gibt mehr als eine Art von Bakterien, die Scharlach beim Baby auslösen können. Das heißt leider, dass man sich immer wieder damit anstecken kann. Die Kinderkrankheit tritt vor allem dort auf, wo viele Personen auf engem Raum zusammen sind, wie in Schulen und Kindergärten. Die Krankheit ist sehr ansteckend und die meisten erwischt es im Herbst oder im Winter. Es handelt sich hierbei um eine Tröpfcheninfektion, das heißt die Krankheit wird über Husten oder Niesen übertragen oder aber auch über Gegenstände (z.B. Besteck). Die Bakterien gelangen in den Nasen-Rachen-Bereich, von wo aus sie sich im Körper des Kindes ausbreiten. Die Krankheit entfaltet ihre volle Wirksamkeit etwa 2 bis 4 Tage nach der Infektion. Wird Scharlach nicht behandelt, kann die Erkrankung bis zu drei Wochen anhalten.

Scharlach beim Baby: Was sind die Symptome?

Babys, die von Scharlach betroffen sind, haben oft folgende Symptome:

Die Krankheit beginnt ganz plötzlich und sieht im ersten Moment aus, als ob Ihr Kind an einer schweren Erkältung erkrankt wäre. Ihr Baby bekommt Fieber, es hat Halsschmerzen und das Schlucken fällt ihm schwer. Die Schleimhäute und Lymphknoten schwellen an und es kann auch zum Erbrechen kommen. Ein Blick in den Rachen kann dann mehr verraten: Der Rachen ist rot und die Zunge weiß belegt, später wird sie dann scharlachrot. Dieser Ausschlag breitet sich dann weiter aus, vom Brustkorb über den ganzen Körper – außer an Mund und Kinn. Bei manchen Babys ist der Ausschlag sehr stark, bei anderen wiederum fällt er kaum auf. Nach ein paar Tagen verschwindet das Symptom wieder und die Haut beginnt, sich zu pellen. Scharlach verläuft bei manchen Babys sehr harmlos, fast wie eine Erkältung, bei anderen Kindern wiederum ist der Krankheitsverlauf mit Schmerzen und starkem Fieber verbunden. Wenn Scharlach direkt mit den dafür bestimmten Medikamenten behandelt wird, gibt es keine größeren Komplikationen. Wird die Kinderkrankheit aber nicht rechtzeitig erkannt, kann es zu einer Mittelohrentzündung oder auch zum rheumatischen Fieber bei Ihrem Baby führen.1

Scharlach beim Baby: Wie sieht die Behandlung aus?

Scharlach wird typischerweise mit Penicillin, also mit einem Antibiotikum behandelt. Dies sollten Sie allerdings nie ohne ärztliche Verschreibung einsetzen. Wenn Sie Anzeichen von Scharlach bei Ihrem Baby bemerken, empfiehlt es sich ohnehin, direkt den Kinderarzt aufzusuchen. Gegen die Symptome wie Husten oder Fieber können Sie Hausmittel wie etwa  Tee einsetzen. Es hilft auch, wenn Ihr Baby viel trinkt, um so angestauten Schleim besser abhusten zu können. Es gibt keine Impfung gegen Scharlach. Sie können daher nur ein wenig vorbeugen, indem Sie Ihr Baby nicht in Kontakt mit anderen erkrankten Kindern bringen. Im Falle einer Scharlach-Welle sollten Sie Ihren Nachwuchs nicht in die Kindergrippe oder den Kindergarten gehen lassen.

Referenzen - Scharlach

  1. Vgl. Scarlet Fever. Emedicine Online.