Ernährung Frühchen

Die richtige Ernährung hilft Frühchen beim Wachsen

Ernaehrung_Fruehchen

Studien und Forschungen rund um die Ernährung von Frühchen und frühgeborenen Babys haben in den letzten Jahren immer wieder neue Erkenntnisse gebracht und die Überlebenschancen der „Schnellstarter“ so immer weiter gesteigert. Ein der wichtigsten Erkenntnisse: Es gibt nicht eine optimale Ernährung für Frühchen, sondern viele verschiedene – jeweils abhängig vom individuellen Reifegrad und vom Gesundheitszustand des Babys.

Fakt scheint: Der Nährstoffbedarf von Frühgeborenen ist deutlich höher, als der reif geborener Säuglinge. Und: Eine falsche Ernährung kann schlimme Folgen haben und sich unter anderem negativ auf die Entwicklung des Gehirns auswirken. Eltern von Frühchen müssen auch noch lange nachdem ihr Baby seinen errechneten Geburtstermin erreicht hat, auf dessen Ernährung achten. Häufig werden der Muttermilch oder der Flaschennahrung noch bis zum dritten Lebensmonat verschiedene Substrate zugefügt.

Von E wie Eiweiß bis Z wie Zucker – Ernährung, die Frühchen groß und stark macht

Die besondere Ernährung der Frühchen beginnt wenige Stunden nach der Geburt mit einer Maltodextrin-Gabe, ein wasserlösliches Kohlenhydrat, welches aus Stärke hergestellt wird. Verträgt das Frühchen das gut, wird es die erste Muttermilch oder eine spezielle Frühgeborenen-Nahrung erhalten. Da viele der kleinen Säuglinge noch zu schwach sind, selbst zu saugen, werden sie entweder enteral über eine Magensonde ernährt oder erhalten ihre Nahrung parenteral - direkt über die Blutbahn.

Eine zucker- und eiweißhaltige Ernährung gibt dem Frühchen die Energie, die es jetzt zum Wachsen braucht. Auch Fette, Elektrolyte, Vitamine und Spurenelemente sind wichtig, ebenso, wie natürlich eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr als Teil der Ernährung.

Eine individuelle Ernährung - Besondere Nährstoffe und ihre Funktion

Vor allem in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten legt das Ungeborene Nährstoffreserven an, von denen es nach der Geburt eine Weile zehren kann. Frühgeborene haben dazu keine Zeit – und demzufolge auch keine Reserven, die ihnen über die schwierige Zeit nach der zu frühen Entbindung helfen. Sie erhalten die fehlenden Nährstoffe deshalb im Krankenhaus durch eine bestimmte Ernährung. Dies geschieht meist im Inkubator:

  • 50 Prozent der Gesamtenergie holen sich Frühchen über essentielle Fettsäuren.
     
  • Lactose ist das Hauptkohlenhydrat bei der Ernährung von Frühchen und liefert ebenfalls Energie.
     
  • Proteine helfen dem Frühchen, sein kleines Geburtsgewicht schnell auf das Niveau reif geborener Babys zu bringen.
     
  • Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium und Chlorid tragen zur optimalen Entwicklung des Frühchens bei und beugen Wachstums-, Gedeih- und Entwicklungsstörungen vor.
     
  • Vitamine sind wichtig für viele Stoffwechselfunktionen und verhindern Vitaminmangelerscheinungen.
     
  • Die acht Spurenelemente Zink, Kupfer, Selen, Chrom, Mangan, Molybdan, Jod und Eisen komplettieren die lange Liste an Nährstoffen, die Frühchen nach der Geburt über die spezielle Ernährung erhalten sollten.1

Stillen – auch für Frühchen die beste Form der Ernährung

Muttermilch gilt als die optimale Ernährung für Säuglinge – das ist auch bei Frühgeborenen nicht anders. Sie fördert das Wachstum und macht das Frühchen immun gegen zahlreiche Krankheiten. Frühchen, die direkt gestillt werden können, haben zudem stabilere Sauerstoffsättigungswerte und atmen besser, als Kinder, die mit einer künstlichen Milch ernährt werden. Lassen es Entwicklung und Gesundheit zu, können und sollen Frühchen deshalb ruhig sofort an der Brust trinken. Klappt das Stillen, ist zudem ein guter Grundstock für eine enge Mutter-Kind-Bindung gelegt.

So gesund Muttermilch auch ist, für die Ernährung von Frühchen reichen ihre Inhaltsstoffe jedoch nicht ganz aus. Deshalb wird sie in vielen Kliniken mit sogenanntem Frauenmilchsupplement (FMS) angereichert. Die ist ein Pulver,  bestehend u.a. aus Eiweiß, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen.2

Muntermacher Muttermilch

Muttermilch_stillen

Der Saft bringt Kraft

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