Stillen und Innereien

Stillen und Innereien?

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Eine gesunde Ernährung während des Stillens ist wichtig – auf Innereien wie Leber sollte deshalb verzichtet werden. Innereien enthalten eine hohe Konzentration von Vitamin A. Das klingt gesund, ist es aber nicht unbedingt. Eine zu hohe Dosis Vitamin A beim Stillen (zum Beispiel durch Innereien) führt bei Ihrem Kind unter Umständen zu Beschwerden. Schon bei Erwachsenen kann es durch eine Überdosierung von Vitamin A zu Problemen kommen, auch wenn diese recht selten auftreten.

Welche Auswirkungen haben Stillen und Innereien?

Das Essen von Innereien beim Stillen und die Folgen können unterschiedlich sein, eine ernste Schädigung des Säuglings ist jedoch möglich. Sie sollten daher auf Innereien während des Stillens und in der Schwangerschaft verzichten. Bei Erwachsenen können die Folgen einer Vitamin A-Überdosierung zum Beispiel Haarausfall, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Kopfschmerzen sein. Besteht eine chronische Überdosierung, kann dies auf Dauer zu Knochenschmerzen, das Abschälen der Haut und Schlafproblemen führen.

Man kann davon ausgehen, dass Innereien beim Stillen bei Ihrem Kind zu ähnlichen Beschwerden führen.1

Warum sollte ich auf Innereien beim Stillen verzichten?

Ihr Baby ist noch nicht in der Lage, die Schadstoffbelastung durch Innereien beim Stillen zu vertragen. Besonders riskant sind Innereien von Schlachttieren. Neben den Schadstoffen ist es auch der hohe Gehalt von Vitamin A, der zu Entwicklungsstörungen bei Ihrem Kind führen kann. Das bedeutet nicht, dass Sie gar kein Vitamin A zu sich nehmen sollten – normalerweise brauchen wir dieses Vitamin unter anderem für die Zellteilung, für unsere Augen und für das Knochenwachstum. Da in vielen tierischen Lebensmitteln aber mehr Vitamin A steckt, als der Körper Ihres Kindes braucht, kann eine Überdosierung leicht auftreten. Das kann in der Schwangerschaft sogar zu Missbildungen und Leberschäden führen.

Wie viele Innereien beim Stillen sind erlaubt?

Am besten sollten Sie als junge Mutter beim Stillen völlig auf Innereien verzichten, höchstens sollte sich der Verzehr aber auf einmal im Monat beschränken. Dazu gehören zum Beispiel Leber oder Lebertran, Leberwurst ist wegen des vergleichsweise geringen Anteils an Leber hingegen erlaubt. Tabu sind für Stillende zum Beispiel Herz und Niere. Da die wenigsten Menschen diese Nahrungsmittel regelmäßig verzehren, sollte der Verzicht auch beim Stillen nicht allzu schwer fallen.