Scheinschwangerschaft

Scheinschwangerschaft bei Kinderwunsch

Scheinschwangerschaft

Unerfüllter Kinderwunsch ist für viele Frauen eine extreme psychische Belastung. Der unbedingte Wunsch ein Kind zu bekommen und monatlichen Rückschläge lösen oftmals große Verzweiflung aus. In manchen Fällen ist der Druck so groß, dass es zu einer Scheinschwangerschaft kommt. Hier handelt es sich nicht um eine vorgetäuschte Schwangerschaft, sondern um eine Reaktion des weiblichen Körpers auf die große Belastung, die der Kinderwunsch in diesem Momant für die Betroffene bedeutet.

Scheinschwangerschaft vs. Schwangerschaft

Scheinschwangerschaft

Wer eine Schwangerschaft vortäuscht, ist sich dessen bewusst. Oftmals sind es hier konkrete Gründe, die Frauen hierzu verleiten. Ob der Partner mit allen Mitteln gehalten werden soll oder berufliche oder rechtliche Gründe hier der Auslöser sind: eine Schwangerschaft zu simulieren bedeutet, sich dessen bewusst zu sein, dass man kein Kind austrägt.

Frauen, die eine Scheinschwangerschaft diagnostiziert bekommen, sind fest davon überzeugt, dass sie schwanger sind. Die Erkenntnis, dass sie doch kein Kind bekommen ist ein großer Schock, da die Körpersymptome eine klare Sprache zu sprechen schienen.

Schwangerschaftssymptome bei einer Scheinschwangerschaft

Bei einer Scheinschwangerschaft ist es zwar möglich, dass der Bauchumfang wächst, doch verschwindet die Vertiefung des Bauchnabels nicht. Der sich vergrößernde Bauchumfang kann durch Blähungen, Fetteinlagerungen, Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle oder Fibrome entstehen.

Auch kann es passieren, dass Frauen, die eine Scheinschwangerschaft durchleben, folgende Anzeichen bei dich feststellen:

  • Monatsblutung bleibt aus
  • Morgendliche Übelkeit
  • Veränderte Essgelüste
  • Brust wächst
  • Milch schießt ein / Kolostrum
  • Körperumfang wächst
  • Bewegungen eines Kindes werden gespürt
  • Vergrößerung des Uterus wie bei Schwangerschaft in 6er Woche
  • Scheinbare Wehen

Aufgrund der modernen Schwangerschaftsdiagnostik werden heutzutage Scheinschwangerschaften schon in einem sehr frühen Stadium entdeckt, wenn auch in den ersten Schwangerschaftswochen eine klare Diagnose nicht einfach ist. Vor dem Erlangen der modernen medizinischen Möglichkeiten wurden Fälle dokumentiert, die bis hin zu Scheinwehen im 9. Monat gingen.

Ursachen einer Scheinschwangerschaft

Bei eine Scheinschwangerschaft handelt es sich um eine psychische Störung, welche eine hormonelle Funktionsstörung auslöst. Diese kann mit einem extremen Wunsch, ein Kind zu bekommen in Verbindung stehen. Früher wurde eine Scheinschwangerschaft auch als „Wunschneurose mit schwangerschaftsähnlichen Symptomen“ bezeichnet.

Gelbkörper als Auslöser für eine Scheinschwangerschaft

Scheinschwangerschaft

Wichtig sind die sogenannten Gelbkörper, welche für die Veränderungen von Brust, Gebärmutter und der Gebärmutterschleimhaut von Nöten sind. Dennoch gibt es auch Fälle von Scheinschwangerschaften, die Frauen mit einer Gelbkörperschwäche betreffen.

Noch komplizierter wird es, wenn man bedenkt, dass Frauen mit Gelbkörperschwäche zweitweise in den Wochen vor der Menstruation erste Schwangerschaftsanzeichen zu erkennen denken (spannen der Brüste, Übelkeit). Wird eine Gelbkörperschwäche diagnostiziert, ist diese in den meisten Fällen schnell und unkompliziert zu beheben. Jedoch ist die Diagnose einer Gelbkörperschwäche nicht einfach, kann aber durch gezielte symptothermale Zyklusbeobachtung der Frau vereinfacht werden.

Wie behandelt man eine Scheinschwangerschaft?

Nach der Diagnose einer Scheinschwangerschaft klingen die Symptome üblicherweise ab. Jedoch muss eine psychologische Behandlung dringend angeraten werden. Allein die Tatsache, dass der psychische Druck so groß war, dass er den Hormonhaushalt des Körpers manipuliert hat, sollte Grund genug sein, sich Hilfe zu suchen. Auch die Tatsache, dass der unerfüllte Kinderwunsch so stark belastet, sollte dringend mit einem Facharzt besprochen werden. Scheuen Sie sich nicht, nach Hilfe zu fragen und bedenken Sie, dass psychische Belastung eine Schwangerschaft verhindern kann. Wenn Sie Hilfe in Anspruch nehmen, ist dies ein Weg zum Wunschkind!