Einnahme Clomifen

Clomifen: Einnahme, Dosierung, Wirkung

Clomifen ist ein hormoneller Wirkstoff zur Eisprung-Auslösung, die Einnahme von Clomfien erfolgt in Tablettenform. Clomifen ist ein Antiöstrogen, das dann eingesetzt wird, wenn die Fruchtbarkeit der Frau durch seltene oder fehlende Ovulation eingeschränkt ist. Es täuscht dem Körper vor, dass zu wenig Östrogen produziert wird, was wiederum dazu führt, dass die Hirnhangdrüse vermert die Sexualhormone LH und FSH ausschüttet. Dies wiederum stimuliert den Eisprung und unterstützt das Wachstum der Follikel.1

Clomifen wird per Tablette eingenommen. Die Tabletten enthalten in der Regel 50 mg Clomifencitrat. Diese werden ein Mal pro Tag an 5 Tagen des Zyklus eingenommen. Das ist üblicherweise der Zeitraum vom 3. bis zum 7. Zyklustag. Aber auch Gaben vom 4. bis zum 8. sowie vom 5. bis zum 9. Zyklustag sind möglich. Die Dosierung beginnt bei einer Menge von 50mg täglich. Ist die Reaktion auf Clomifen allerdings zu stark, muss die Einnahme von Clomifen niedriger dosiert werden und wird daher auf 25mg/Tag abgesenkt. Andersherum, zeigt sich keine Reaktion und es erfolgt trotz der Einnahme von Clomifen kein Eisprung wird die Dosis auf 100 mg täglich erhöht. Clomifen wird in zwei aufeinander folgenden Zyklen verabreicht, dann folgt ein Pausen-Zyklus.2
 

Wie wird die Einnahme von Clomifen beobachtet?

Da der natürliche Rhythmus des Zyklus durch die Einnahme von Clomifen künstlich verändert wird, können nicht die üblichen Fruchtbarkeitsmerkmale (Entwicklung des Zervixschleimes z.B.) analysiert werden, um Aussagen über einen erfolgten Eisprung machen zu können. So wird die Clomfien-Einnahme anschließend per vaginaler Ultraschalluntersuchung beobachtet. Hier kann sowohl festgestellt werden, ob ein Eisprung ausgelöst wurde und auch die Anzahl der gebildeten Follikel kann beobachtet werden. Das ist besonders wichtig, denn die künstliche Stimulierung des Eisprungs durch Clomifen führt schnell zu einer Überstimulation, sodass die Chance auf eine Mehrlingsschwangerschaft nach dem Einnehmen von Clomifen erhöht ist. Da dies immer ein erhöhtes Risiko bedeutet, wird die Anzahl der Follikel überprüft. Übersteigt diese eine Anzahl von drei Follikeln, muss der Schwangerschaftsprozess abgebrochen werden.3

Darüber hinaus wird auch die Gebärmutterschleimhaut beobachtet, genauer gesagt die Höhe der Gebärmutterschleimhaut. Denn die antiöstrogene Wirkung von Clomifen hat als Nebenwirkung, dass sich durch den Mangel an Östrogen die Gebärmutterschleimhaut nicht ausreichend aufbaut – was aber elementar wichtig ist, damit sich der Embryo hier einnisten kann.4

Einnahme von Clomifen: Risiken und Nebenwirkungen

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Vor der Einnahme von Clomifen sollten Sie Sich über die Nebenwirkungen des Wirkstoffs informieren und auch über Ihre individuellen Risiken. Zu den typischen Nebenwirkungen von Clomifen zählen:

  • Hitzewallungen, Kopfschmerzen und depressive Verstimmungen → ähnlich dem Östrogenabfall in den Wechseljahren
  • Sehstörungen und Augenflimmern → sollten diese eintreten, muss die Behandlung sofort abgebrochen werden
  • Überstimulationssyndrom → kann sehr gefährlich werden und im Extremfall müssen sogar die Eierstöcke entfernt werden
  • Mehrlingsschwangerschaften
  • Ausbildung von Zysten an den Eierstöcken
  • Antiöstrogene Wirkung auch auf den Zervisxschleim: Er bleibt dickflüssig und erschwert so die Befruchtung der Eizelle5

Ein weiteres Problem von Clomifen ist seine lange Halbwertszeit. Ist es einmal in der Blutbahn, muss ein ganzer Zyklus abgewartet werden, um nachregeln zu können. Das heißt, dass man im Fall von Über- bzw. Unterstimulation die Einnahme von Clomifen nicht mehr nachregeln kann.6

Darüber hinaus haben verschiedene Studien einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Clomifen und Gebärmutterschleimhaut- sowie Eierstockkrebs nachweisen können.7

 

Alternativen zur Einnahme von Clomifen

Es gibt sicherlich Fälle, in denen Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch keine Alternative zur Einnahme von Clomfien bleibt. In anderen Fällen jedoch, empfehlen Experten, es zunächst mit sanfteren Methoden zu versuchen. Denn diese greifen den Organismus weniger an und haben genau so hohe, wenn nicht sogar höhere Erfolgsquoten als Clomifen. So haben Studien gezeigt, dass die Anwendung der symptothermalen Methode, also der Beobachtung des Zyklus anhand von Fruchtbarkeitsmerkmalen mit einem Zykluscomputer sehr erfolgreich ist bei Paaren mit eingeschränkter Fruchtbarkeit. Hier lagen die Schwangerschaftsquoten zum Teil bei 98% nach spätestens 12 Montaszyklen der natürlichen Familienplanung durch die symptothermale Methode.8 Im Vergleich dazu liegen die Schwangerschaftserfolge mit Clomifen bei lediglich 40%. Auch homöopathische Methoden haben ähnlich hohe Erfolgswerte wie die Einnahme von Clomifen. Eine Studie der Carstens-Stiftung hat nachgewiesen, dass gut 35% der beobachteten Frauen durch die Nutzung alternativer Methoden schwanger wurden, während nur ca. 3% der Frauen, die traditionelle Methoden nutzten (wie etwa Clomifen) im gleichen Zeitraum schwanger wurden.9 Bevor Sie Sich also für die Einnahme von Clomifen entscheiden, nutzen Sie zunächst sanfte und natürliche Methoden, denn diese sind sogar oft erfolgreicher als konventionelle Methoden.