Schadstoffe in der Schwangerschaft

Kann gefährlich werden: Schadstoffe in der Schwangerschaft!

Schadstoffe_Schwangerschaft

In einer Schwangerschaft belasten Schadstoffe nicht nur die werdende Mutter, sondern auch das heranwachsende Baby. Hierbei können die Quellen der Belastung vielseitig sein. Kohlenmonoxid aus Heizungsanlagen, Zigarettenqualm oder „einfach“ Abgase einer Großstadt, Reinigungsmittel, Wandfarben, Lacke, neue Möbel, belastete Lebensmittel – Schadstoffe, die in einer Schwangerschaft schädlich sein können, lauern überall. Viele sind auch für nicht schwangere Personen schädlich, die Wirkung auf das Baby verschärft die Situation jedoch. Auch sind nicht alle Quellen eindeutig. Wussten Sie zum Beispiel, das die Luftbelastung in Innenräumen meist 2 bis 5 mal schlechter ist als draußen?

Risiken für Schwangere und Babys durch das Trinkwasser

Im Trinkwasser können Schwermetalle, wie Blei oder Kupfer, zu ernsthaften Schäden bei Kleinkindern, Babys und bei Schwangeren führen. Ebenso gilt Nitrat als erheblicher Risikofaktor für Säuglinge im Trinkwasser (Krankheit: Blausucht). Nitrat kann im Grunde nur in Regionen mit dezentraler Wasserversorgung die Grenzwerte überschreiten.

Blei kann überall dort zum Risiko werden, wo noch Bleileitungen verbaut sind. Häufig reichen bereits kurze Bleileitungsabschnitte, um eine erhöhte Konzentration an Blei im Trinkwasser zu verursachen. Diese können als Reste im Wohnhaus liegen. Hier reagieren bereits viele werdende Eltern und untersuchen vorsorglich durch einen einfachen Wassertest das eigene Trinkwasser/Leitungswasser. Speziell für diese Fälle gibt es auch eine Analyse auf die wesentlichen Schadstoffe: Baby Wasseranalyse.

Wichtig: der öffentliche Versorger liefert in aller Regel einwandfreies Wasser. Schuld an den meisten Verunreinigungen im Leitungswasser sind die eigenen Rohrleitungen, technische Anlagen, poröse Dichtungen, schlecht gewartete Wasserfilter und auch Wasserhähne.

Was sind die Folgen einer Belastung durch Schadstoffe in der Schwangerschaft?

Wenn auch Sie in der Schwangerschaft Schadstoffen ausgesetzt sind, stellen Sie vielleicht folgende Beschwerden bei sich fest:

  • Atembeschwerden
  • Hautausschlag
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • juckende und brennende Augen
  • Fieber in der Schwangerschaft
  • Müdigkeit

Derartige Reaktionen Ihres Körpers können durch Holuzschutzmittel, Lindan, PCP und aromatische Kohlenwasserstoffe ausgelöst werden. Es handelt sich um arsenhaltige Gifte, die Beschwerden sind somit ein Warnsignal Ihres Körpers, der Sie auch eine leichte, dennoch vorhande Vergiftung Aufmerksam machen möchte.  Diese sogenannten Luftgifte finden sich in Teppichklebern, PVC, Pflanzenschutzmittel (mit denen Möbel oft gegen Insektenbefall vor dem Verkauf behandelt werden), Farben und Lacken wieder. Second Hand bzw. antike Möbel schützen leider nicht, da diese Giftstoffe äußerst langlebig sind. Da diese Stoffe der Fruchtbarkeit schon vor einer Schwangerschaft schädigen können, ist es sinnvoll bei einer geplanten Schwangerschaft schon im Vorhinein die eigenen vier Wände auf Belastungen zu testen. Auch bei der Ausstattung des Kinderzimmers sollten Sie übrigens auf derartige Schadstoffe Acht geben!

Chemische Haushaltsprodukte können Schadstoffe beinhalten, die in der Schwangerschaft gefährlich werden können!

Sachgerechte Verwendung von gängigen, haushaltsüblichen Produkten wie Waschmittel, Reinigungsmittel, Raumsprays etc. ist in der Schwangerschaft kaum bedenklich. Jedoch können schädigende Inhaltsstoffe und Schadstoffe auch hier durch die Haut, über die Atemwege und die Plazenta zum Baby vordringen. Zwar gibt es keine konkreten Belege, dass dies schädigt, doch sollten Sie das Risiko so gering wie möglich halten. So sollten Sie Handschuhe tragen und Sprays vermeiden. Setzen Sie auf sanfte Marken oder Produkte, bevorzugen Sie bestenfalls die „Öko-Variante“ und greifen Sie zu umweltfreundlichen Hausmittelchen.

Besonders in Wandfarben und Lacken verstecken sich Schadstoffe, die in der Schwangerschaft gefährlich werden können!

Schadstoffe_Schwangerschaft

Generell gilt, wenn Sie es in der Schwangerschaft vermeiden können, Ihre Wohnung zu renovieren, sollten Sie dies auch tun, denn in Wandfarben und Lacken verstecken sich zahlreiche Schadstoffe, die in der Schwangerschaft richtig gefährlich werden können. Falls Sie Sich dennoch gezwungen sehen, Pinsel und Eimer in die Hand zu nehmen, versuchen Sie beim Renovieren den Hautkontakt und das Einatmen von Farben, Lacken und Beizmitteln zu vermeiden. Gutes Lüften ist für Sie nun wichtiger denn je! Ein guter Tipp gegen Luftgifte nach Renovierungsarbeiten ist ein Pfund Kaffee in der Raummitte aufzustellen (geöffnet, versteht sich). Dieses saugt die Giftstoffe auf – und der Raum duftet zusätzlich noch nach Kaffeepulver! Stellen Sie den Kaffee nach Beendigung Ihrer Renovierungsarbeiten in die Mitte des Raumes und lassen Sie ihn für ca. eine Nacht offen stehen (bei geöffnetem oder gekipptem Fenster). Entsorgen Sie den Kaffee danach, er ist nun hochgiftig!

Gifte aus Möbeln, Teppichen, Klebern, Wandfarben

Wohnraumgifte in der Schwangerschaft können Schäden in der Entwicklung des Babys auslösen. Die Plazenta kann nicht zwischen „guten Stoffen“ und Giftstoffen unterscheiden, daher wird alles ungefiltert an das Baby weitergereicht. Hierbei muss es sich nicht um offensichtlich gefährliche Stoffe handeln, denn die Gefahr kann auch im Alltag lauern.

Kosmetikprodukte, Klebemittel und Reinigungsmittel enthalten meist allergieauslösende Terpene und Weichmacher. Diese Stoffe sind für jedermann gesundheitsschädlich, doch ist das Immunsystem einer Schwangeren geschwächt. Phthalate sind Weichmacher, welche durch eine mögliche Verweiblichung das kindliche Wachstum einschränken können. Achten Sie also genau auf das, was Sie in der Schwangerschaft verwenden!