Schwangerschaftsübelkeit

Schwangerschaftsübelkeit – Hat das jede Frau?

Schwangerschaftsuebelkeit

Schwangerschaftsübelkeit ist weit verbreitet. Besonders in der ersten Zeit der Schwangerschaft zwischen der 6. und 12. Woche tritt die Übelkeit als eines der ersten Symptome einer Schwangerschaft auf – manche Frauen sind jedoch auch länger davon betroffen. Andere Schwangere wiederum bemerken keine Schwangerschaftsübelkeit.

Insgesamt geht man davon aus, dass etwa 75 Prozent aller schwangeren Frauen mit Schwangerschaftsübelkeit Erfahrung machen. Bei ca. 20 Prozent geben sich die Symptome nicht nach den ersten drei Monaten. Leiden Sie unter besonders schwerer Übelkeit, spricht man auch von einer Hypermensis gravidarum.

Nicht bei allen Frauen kommt es durch die Schwangerschaftsübelkeit auch zum Erbrechen. Die meisten Frauen bemerken die Übelkeit vor allem morgens, das ist jedoch kein Muss. Es kann auch sein, dass Sie auf bestimmte Gerüche oder Geschmäcker mit plötzlicher Übelkeit reagieren.

Woher kommt die Schwangerschaftsübelkeit?

Während der Schwangerschaft verändert sich bekanntermaßen in Ihrem Körper sehr viel. Neben den äußerlichen Veränderungen wie dem wachsenden Bauch und dem zunehmenden Brustumfang stellt sich auch der ganze Hormonhaushalt um, um die bestmöglichen Bedingungen für das Baby zu schaffen. In der ersten Zeit der Schwangerschaft steigt unter anderem das Hormon hCG rapide an. Dieses Hormon sorgt dafür, dass das befruchtete Ei sich in der Gebärmutter einnisten kann und die Gebärmutter dauerhaft das optimale Umfeld für den Embryo bietet. Nach der ca. 12. Woche der Schwangerschaft fällt der hCG Wert langsam wieder ab. Dann lässt bei den meisten Frauen auch die Schwangerschaftsübelkeit nach. Das hCG wird jedoch nur als Auslöser für Schwangerschaftsübelkeit vermutet, die genaue Ursache für die Beschwerden ist bisher noch nicht ganz eindeutig geklärt.

Also: Das Hormon hCG ist wahrscheinlich für die Schwangerschaftsübelkeit verantwortlich.

Manche Mediziner vermuten auch einen Zusammenhang mit der Psyche. Es ist möglich, dass bei ungünstigen Umständen während der Schwangerschaft, bei seelischem Ungleichgewicht und unter großem Druck die Wahrscheinlichkeit für Schwangerschaftsübelkeit steigt.

Was tun gegen Schwangerschaftsübelkeit?

Es gibt einige Maßnahmen, die Sie gegen Ihre Schwangerschaftsübelkeit ergreifen können.

  • Zuerst einmal sollten Sie dafür sorgen, dass Sie den Übelkeit auslösenden Lebensmitteln und Gerüchen aus dem Weg gehen.
     
  • Außerdem können Sie Ihre Ernährung insofern umstellen, dass sie nur noch mehrere kleinere Portionen zu sich nehmen.
     
  • Manche Frauen und auch Ärzte haben gute Erfahrungen mit Akupunktur oder Akupressur gemacht. Einige Kräuter und Heilpflanzen können ebenfalls gegen die Schwangerschaftsübelkeit helfen, zum Beispiel soll sich Ingwer als Hilfsmittel bewährt haben.
     
  • Generell sind milde Tees und nur leicht gewürzte Speisen zu bevorzugen.

Wenn all das nicht gegen die Schwangerschaftsübelkeit hilft, können Sie Ihren Arzt auch um Medikamente bitten. Es gibt im Ernstfall einige Mittel, die auch während der Schwangerschaft eingenommen werden dürfen. Bei einer Hypenmensis gravidarum, also einer extrem starken Übelkeit mit Erbrechen, kann auch ein Krankenhausaufenthalt nötig werden, damit durch das Erbrechen dem Körper nicht zu viele Nährstoffe verloren gehen, die für Mutter und Kind überlebensnotwendig sind.

Maßnahmen gegen die Übelkeit im Überblick:

  • richtige Ernährung
  • Akupunktur/Akupressur
  • Heilpflanzen und Kräuter (z.B. Ingwer)
  • Medikamente

Schwangerschaftsübelkeit: Tipps und Tricks für den Alltag

Schwangerschaftsuebelkeit

Wenn Sie von Schwangerschafts-übelkeit betroffen sind, werden Sie sicherlich bestätigen, dass dieser Zustand eher weniger angenehm ist.

Sie können jedoch ein paar kleine Tipps und Tricks im Alltag beherzigen, um die Phase der Schwangerschaftsübelkeit besser zu überstehen.

  • Die richtige Ernährung: Essen Sie nur, was Ihnen auch wirklich schmeckt! Auch, wenn das bedeutet, dass Sie plötzlich Ihre ehemaligen Leibspeisen nicht mehr sehen (oder riechen) können oder, wenn Sie unerklärliche Gelüste auf Ihnen sonst eher unappetitlich erscheinende Gerichte haben.
  • Außerdem wichtig: Viel trinken! Vor allem wenn zur Übelkeit auch Erbrechen hinzu kommt, muss der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden.
     
  • Vitamin B6 als Nahrungsergänzungsmittel kann als Hilfe gegen Schwangerschaftsübelkeit genommen werden.
     
  • die Wohn- und Lebensräume immer gut lüften. Die frische Luft hilft gegen Übelkeit und verhindert außerdem, dass sich unangenehme Gerüche festsetzen.1,2