Verschlechterung chronischen Hautkrankheiten

Psoriasis, Neurodermitis & Co in der Schwangerschaft

Verschlechterung_Hautkrankheit_Schwangerschaft

Wenn Sie schon vor der Schwangerschaft unter einer chronischen Hautkrankheit wie Neurodermitis oder Psoriasis leiden, stellt sich natürlich die Frage: Kommt es zur Verschlechterung von chronischen Hautkrankheiten während der Schwangerschaft? Und wie wirken sich diese aufs Baby aus? Dies lässt sich nicht pauschal beantworten. Jede Frau ist anders und reagiert dementsprechend unterschiedlich auf die hormonellen und körperlichen Prozesse während der Schwangerschaft. So kann es bei einigen zu einer Verschlechterung der chronischen Hautkrankheiten kommen, bei anderem wiederum ist das Gegenteil der Fall und das Hautbild verbessert sich. Gerade Frauen, die von Psoriasis und Neurodermitis betroffen sind, stellen sich diese Frage. Gehören auch Sie dazu?

Verschlechterung der Psoriasis während der Schwangerschaft?

Psoriasis ist eine chronische Hautkrankheit, welche durch genetische und umweltbezogene Faktoren beeinflusst wird. So kann es sein, dass es während der Schwangerschaft zu einer Verschlechterung dieser chronischen Hautkrankheit kommt. Der Zusammenhang zwischen Hormonen und Psoriasis ist jedoch nicht eindeutig nachgewiesen. Tatsache ist aber, dass die meisten Frauen das Gegenteil feststellen: Die Psoriasis klingt während der Schwangerschaft ab, während es nach der Geburt zu einer Verschlechterung der chronischen Hautkrankheit kommt. Da Psoriasis nicht ansteckend ist, kann es nicht per se durchs Stillen oder während der Geburt auf das Kind übertragen werden.

Eine konkrete Gefahr für das Baby besteht also nicht. Sollten Sie allerdings die Psoriasis medikamentös behandeln, sollten Sie dies während der Schwangerschaft einstellen.

Neurodermitis während der Schwangerschaft

Eine weitere häufige Hautkrankheit ist Neurodermitis. Auch diese ist genetisch bedingt, sodass Sie als Schwangere bei Vorbelastung schon während der Schwangerschaft Maßnahmen ergreifen sollten, um das Neurodermitis-Risiko bei Ihrem Kind zu vermindern. Durch die richtigen Methoden, kann dieses Risiko auf 50% gesenkt werden. Achten Sie daher – in Absprache mit Ihrem Arzt – auf eine allergiearme Ernährung sowie auf ausreichende Vitamine und Mineralstoffe in Ihren Speisen. Versuchen Sie Nahrungsmittel wie Kuhmilch, Fisch, Eier und Nüsse nur in kleinen Mengen zu verzehren. Ob es bei einer Schwangeren selbst zu einer Verschlechterung der chronischen Hautkrankheit kommt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Einige Frauen stellen hormonbedingt eine Verschlimmerung fest, andere Frauen wiederum werden keine Veränderung bemerken.

Übrigens ist trockene Haut in der Schwangerschaft nicht selten. Dies bedeutet aber nicht zugleich, dass Sie nun an Neurodermitis erkrankt sind! Informieren Sie sich hier!

Individuelle Ausprägung von Hautkrankheiten in der Schwangerschaft

Es kann also nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob es zur Verschlechterung der chronischen Hautkrankheiten während der Schwangerschaft kommt. Grundsätzlich gilt doch: Die meisten Hautkrankheiten stellen kein direktes Risiko für das Baby dar. Wenn Sie unter einer Hautkrankheit leiden, sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt darüber, um so gegebenenfalls Risikofaktoren  für Ihr Baby auszuschließen.

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