Vormilch

Vormilch - Die ersten Tropfen schon in der Schwangerschaft

Vormilch_Schwangerschaft

Die erste Milch, die Sie als Mutter abgeben, ist nicht die Muttermilch nach der Geburt, sondern die schon bereits während der Schwangerschaft produzierte Vormilch. Diese, im Fachjargon Kolostrum genannt, tritt in kleinen Tropfen aus der Brust aus. Die Vormilch hat eine gelbliche Farbe (weil sie viele Karotionoide enthält) und eine dickliche, cremige Beschaffenheit. Die Vormilch ist für Ihr Baby sehr wichtig, da sie sehr nährreich ist und eine hohe Menge an Immunstoffen enthält, was das Abwehrsystem Ihres neugeborenen Babys kräftigt. Die Antikörper aus dem Kolostrum breiten sich vor allem in der Darmschleimhaut des Babys aus und vermehren sich dort. So bilden sie eine natürliche Barriere gegen Bakterien und Keime. Der Stoff Bilirubin wird ebenfalls leichter ausgestoßen – dieser verursacht Gelbsucht. So wirkt die Vormilch wie eine erste Schutzimpfung für das Neugeborene.

Sie unterstützt das neue Lebewesen außerdem bei der Nahrungsaufnahme. Da das Verdauungssystem des Babys noch nicht voll arbeiten kann, enthält die Vormilch wenig Fett und Zucker, um so den Verdauungstrakt des Kindes zu schonen. Darüber hinaus wirkt Kolostrum leicht abführend, damit das Baby seinen ersten Stuhlgang leichter ausscheiden kann.

Die Vormilch tritt bereits während der Schwangerschaft auf, da sich Ihre Milchdrüsen auf die anstehende Versorgung Ihres Nachwuchses vorbereiten!

Schon in der Schwangerschaft voll auf den Nachwuchs eingestimmt!

Wenn Sie bemerken, dass die Vormilch bei Ihnen bereits in der Schwangerschaft in Erscheinung tritt, können Sie daran klar und deutlich erkennen, dass sich Ihre Körper bereits optimal auf die Bedürfnisse Ihres Kindes einstellt und sich schon während der Schwangerschaft darauf vorbereitet, das Kind später einmal optimal zu versorgen!

Ihrem Säugling genügt in seinen ersten Lebenstagen die Vormilch voll und ganz als Nahrung. Das Saugen des Kindes und die Hormonumstellung nach der Geburt sorgen also erst jetzt dafür, dass bei der Mutter der Milcheinschuss angeregt wird. Dies kann übrigens schmerzhaft sein. Schmerzen in der Brust können Sie mit kalten Tüchern lindern oder auch durch häufigeres Anlegen.

Von der Vormilch zur Muttermilch

Circa drei bis vierzehn Tage nach der Geburt beginnt die Zusammensetzung der Milch sich zu ändern. Sie geht von der Vormilch in eine neue Phase über und wird nun als Übergangsmilch, bzw. als transitorische Milch bezeichnet. Im Vergleich zur Vormilch ist die Übergangsmilch flüssiger und weißer. Die Fett- und Zuckeranteile der Milch werden nun schrittweise erhöht, während der Gehalt von Immunstoffen und Eiweißen zurückgeht. So bereitet sich Ihr Körper schrittweise von der Vormilch über die Übergangsmilch auf die eigentliche Muttermilch vor.

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