Ernährung und Essvorlieben Baby

Ernährung in der Schwangerschaft und Essvorlieben Baby

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Ob die Ernährung in der Schwangerschaft die Essvorlieben des Baby prägt ist eine häufig gestellte Frage. Präge ich als werdende Mama mit meiner Ernährung in der Schwangerschaft den Geschmack meines Babys? Handfeste Beweise gibt es nicht dafür, dass die Ernährung in der Schwangerschaft die Essvorlieben des Baby beeinflussen, aber einige sehr überzeugende Punkte sprechen dafür, dass man mit bewusstem Essverhalten die kulinarischen Vorlieben seines Nachwuchses steuern kann.

Durch Ihre Ernährung verändern Sie den Geschmack ihres Fruchtwassers!

Bis zu 10. Schwangerschaftswoche entwickeln sich die Geschmacksknospen des Fötus. Ein paar Wochen später sind die Geschmacksknospen mit den Nerven des wachenden Kindes verbunden und das Kleine kann schmecken. Interessant wird nun, dass der Geschmack des Fruchtwassers durch die Ernährung der Schwangeren beeinflusst wird.

Geschmackliche Vorlieben haben sehr viel mit Gewohnheiten zu tun und das Kennenlernen von Geschmack findet schon im Mutterleib statt. Dies muss nicht bedeuten, dass Mutter und Kind dieselben Lieblingsspeisen haben aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch. Wenn Sie in ihrer Schwangerschaft besonders viel Käse essen, ist es somit gut möglich, dass ihr Kind später auch eine Vorliebe für dieses Nahrungsmittel entwickelt.

Alkohol in der Schwangerschaft und Suchtgefahr des Kindes

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Wie auch bei Nahrungsmitteln, die während einer Schwangerschaft konsumiert werden, sind bei Suchtmitteln eine Verbindung zwischen dem Konsumverhalten der Schwangeren und das des Kindes möglich. Trinkt die Mutter in der Schwangerschaft Alkohol ist das Risiko erhöht, dass ihr Kind als Erwachsener sich zu Alkohol hingezogen fühlt. Auch hier gilt: dies muss nicht sein, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch erhöht.

Ernährung in der Schwangerschaft und Gesundheit des Baby

Eine Schweizer Studie belegt, dass 94% der Kinder, deren Mütter sich in der Schwangerschaft gesund ernährt haben, eine  gute Gesundheit bei der Geburt aufweisen. Drastisch sind die Ergebnisse von Kindern, deren Mütter sich ungesund ernährt haben. Hier weisen nur 8% der Kinder nach der Geburt eine gute gesundheitliche Verfassung auf.

Interventionen für ein gesundes Körpergewicht im Kindes- und Jugendalter. K. Baerlocher und J. Laimbacher Ostschweizer Kinderspital St. Gallen

Die Ernährung in der Schwangerschaft wirkt sich auf die Gesundheit des Kindes aus. Unter- oder Übergewicht der Mutter sind mit Ursachen für ein zu hohes oder zu niedriges Geburtsgewicht des Kindes. Die Qualität der Ernährung ist hier ein wichtiger Faktor. Sprich, ob das Essen der Schwangeren ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente beinhaltet. Das Geburtsgewicht ist weiter ein Grund für die Anfälligkeit des Kindes im Erwachsenenalter an Übergewicht, erhöhten Blutdruck, Herzkrankheiten und Diabetes zu erkranken. Weitere Gründe für ein zu niedriges Geburtsgewicht sind Rauchen in der Schwangerschaft und erhöhter Blutdruck aufgrund einer EPH Gestose (Form der Präklampsie).