Pränataldiagnostik

Pränataldiagnostik - Was genau ist das?

Praenataldiagnostik

Die Pränataldiagnostik gehört in das Gebiet der Zusatzuntersuchungen in der Schwangerschaft und bietet Schwangeren eine große Möglichkeit über die Gesundheit vom Ungeborenen Bescheid zu wissen. Viele Mütter und Väter fragen sich schließlich, ob es ihrem kleinen Schatz auch gutgeht.

Die Pränataldiagnostik kennt verschiedene Methoden, die über das Befinden des Babys Informationen einholen können. Aus den Ergebnissen der Früherkennung von Krankheiten lassen sich genauere Angaben zur Gesundheit des Ungeborenen machen und man kann sich entsprechend vorbereiten und sich auf besondere Umstände im Leben mit dem kleinen Erdenbürger einstellen.

Pränataldiagnostik zur Früherkennung von Krankheiten

Die Pränataldiagnostik kann Behinderungen und Krankheiten aufdecken und dadurch die unvorbereiteten Eltern aus allen Wolken reißen – doch bedenken Sie: selbst bei Risikoschwangerschaften kommen die meisten Babys völlig gesund zur Welt! Genetische Defekte machen einen verschwindend geringen Prozentsatz aus. Machen Sie sich also nicht verrückt, wenn auch Sie das Angebot der Pränataldiagnostik in Anspruch nehmen möchten.

Pränataldiagnostische Methoden können sein:

Praenataldiagnostik
  • Ultraschall-Untersuchungen
  • Fruchtwasseruntersuchung (auch Amniozentese)
  • Chorionzotten-Biospie
  • Nackenfaltenmessung

Die Fruchtwasseruntersuchung (oder auch Amniozentese) als Teil der Pränataldiagnostik

Die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) kann über bestimmte Krankheiten des Babys Aufschluss geben. So lassen sich der offene Rücken (Spina bifida) und Chromosomenstörungen (unter anderem Down-Syndrom) nahezu ausschließen, wenn dieser Form der Pränataldiagnostik nicht festgestellt werden.

Beim Eingriff wird eine Nadel mit Zuhilfenahme des Ultraschalls in die Fruchtblase geführt und dabei ein wenig Fruchtwasser entnommen. Im Fruchtwasser befinden sich kleinste Partikel vom Kind (etwa abgestoßene Hautzellen). Diese können später im Labor vermehrt werden und daraus können dann die nützlichen Informationen gewonnen werden. Die Amniozentese ist eine invasive Methode der Pränataldiagnostik und und der Eingriff kann etwa ab der 13. Schwangerschaftswoche vorgenommen werden. Noch früher eingesetzt als die Fruchtwasseruntersuchung, kann die Chorionzottenbiopsie Aussagen über den Gesundheitszustand des Kindes zulassen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt jedoch auch über die Risiken, die mit einer derartigen Untersuchung für Ihr Kind entstehen.

Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Pränataldiagnostik

Praenataldiagnostik

Zur Pränataldiagnostik zählen auch schon die Ultraschalluntersuchungen. Jeder Schwangeren steht mindestens drei Mal Ultraschall während der Schwangerschaft zu.

In der Regel erfolgt ...

  • der erste Ultraschall in der 9. - 12. Schwangerschaftswoche,
  • der zweite Ultraschall in der 19. - 22. Schwangerschaftswoche
  • und der dritte Ultraschall-Termin sollte etwa in der 29. - 32. Schwangerschaftswoche stattfinden.

Die Ultraschall-Untersuchungen dienen der Überwachung des Verlaufs der Schwangerschaft und können mehr über die Lage des Kindes, Lage des Mutterkuchens (Plazenta) und der Menge des Fruchtwassers verraten. Neben dem Alter des Kindes kann auch festgestellt werden, ob es sich beispielsweise um eine Mehrlingsgeburt handelt.

Neben dem Ultraschall gibt es weitere Untersuchungsmethoden, die zur Früherkennung von Krankheiten vorgenommen werden können.