Stillbeginn

Der Stillbeginn

Stillbeginn

Die Stillzeit - und besonders der Stillbeginn - ist für viele Mütter eine ganz besondere Zeit in der Sie eine innige und einzigartige Beziehung zu ihrem Baby aufbauen. Doch nicht immer verläuft der Stillbeginn ganz reibungslos. Manchmal will das Baby einfach nicht trinken, es kommt keine Milch oder die Brustwarze wird sehr schnell empfindlich und wund. In solchen Fällen sollten Sie auf keinen Fall zu schnell verzweifeln oder aufgeben! Mit der richtigen Vorbereitung Ihres Körpers auf die Stillzeit und der unterstützenden Hilfe einer Hebamme können Sie sich den Stillbeginn deutlich leichter gestalten und anfängliche Schwierigkeiten einfacher überwinden. 

Vorbereitungen auf den Stillbeginn

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Vor dem Stillbeginn können Sie Ihre Brust bereits auf diese besondere Zeit vorbereiten. So können Sie beispielsweise Brustwarzenformer einsetzen oder Ihre Brust regelmäßig sanft massieren, um sie in Form zu bringen. Fragen Sie hier am besten Ihre Hebamme um Rat! Auf pflegende Öle oder Cremes können Sie jedoch verzichten - die meiste Arbeit bei den Vorbereitungen auf den Stillbeginn übernimmt nämlich Ihr Körper für Sie. Ab der 21. SSW bildern sich auf den dunklen Brustwarzenvorhöfen kleine Drüsen, die fetthaltiges Sekret produzieren, welches wiederrum die Brustwarzen pflegt und schützt. Sollten Sie dennoch zu extrem trockener Haut neigen, können Sie sich über eine zusätzliche Pflege mit Ihrer Hebamme absprechen. Hier sollten Sie jedoch ausschließlich Pflegeprodukte mit natürlichen Inhaltsstoffen verwenden. Auch wenn oftmals die Rede von Bürstenmassagen zur Vorbereitung auf den Stillbeginn ist, sollten Sie diese lieber vermeiden. Ihre Haut wird dadurch nur unnötig gereizt. Rubbeln Sie Ihre Brust nach dem Duschen lieber sanft mit einem rauen Handtuch trocken - das ist angenehmer und erzielt den gleichen "Abhärtungseffekt"!

Stillbeginn: Die ersten Tage

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Es ist soweit, Sie können Ihr Baby anlegen und in die Stillzeit starten! Beim Anlegen sollte der größte Teil des Warzenvorhofs von dem Mund des Babys umschlossen werden. Heben Sie Ihre Brust an und bewegen Sie den Kopf des Babys zu der Brust hin. Achten Sie darauf, dass Ihr Finger nicht im Wege und weit genug von Warzenvorhof entfernt sind.

In den ersten Tage nach Stillbeginn kann es noch etwas dauernd, bis das Baby und die Mama zu einem eingespielten Team werden. Nach Stillbeginn müssen sich beide nämlich erst einmal aufeinander einspielen: Welche Stillpositionen gibt es? Welche mag ich und welche mag mein Kind am meisten? Wie oft muss das Kind gestillt werden und wie lang sind die Pausen dazwischen? Bleiben Sie ruhig und geben Sie sich beiden etwas Zeit!

Stillbeginn: Anfängliche Schwierigkeiten

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Die ersten Tage nach Stillbeginn können aber auch erstmal ein paar Schwierigkeiten bereithalten. Ein Hindernis, mit welchen sich einige Mütter konfrontiert sehen, ist, dass in den ersten Tagen nach Stillbeginn sehr wenig oder gar keine Milch kommt. Jedoch ist dies kein Grund zur Unruhe. Normalerweise ist die Brust soweit vorbereitet, dass bereits Vormilch (auch Kolostrum genannt) vorhanden ist, welche dem Baby die ersten wichtigen Nährstoffe liefert. Ist dies jedoch nicht der Fall, sollten Sie Ihr Baby trotzdem immer wieder anlegen, da dies in Ihrem Körper Signale auslöst, die wichtig für den Milcheinschuss sind. Auch eine Milchpumpe kann hier eine Hilfe sein. Der genaue Zeitpunkt und Ablauf des Stillbeginns ist außerdem von der Geburt abhängig. Beim Kaiserschnitt dauert es erfahrungsgemäß etwas länger ehe die Milchproduktion richtig anläuft. Wenn ihr Neugeborenes in dieser zeit etwas an Gewicht verliert ist dies völlig normal und die Krankenschwestern in der Klinik werden ein Auge darauf haben, dass sich der Gewichtsverlust im Rahmen hält. Bis die Milchproduktion angekurbelt wird kann dem Baby zum Stillbeginn über die Flasche Milch zugefüttert werden. 

Gerade bei Stillbeginn sollte Sie einfach ein wenig Geduld mitbringen - Sie werden sehen, nach kurzer zeit haben Sie und Ihr Baby sich aufeinander eingestellt! 

Stillbeginn: Unterstützung durch die Hebamme

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Wenn bei Stillbeginn erstmal nicht alles nach Plan läuft, kommen bei der frischgebackenen Mama sehr schnell sehr viele Fragen und Unsicherheiten auf. Wichtig ist hier vorallem eins: Bleiben Sie entspannt und haben Sie in sich Vertrauen! Nutzen Sie beim Stillbeginn ruhig das Wissen und die Erfahrung der Hebammen in der Klinik und Sie werden sehen, dass das Stillen bald problemlos funktioneiren wird. Der Stillbeginn ist ein einmaliges udn ganz besonderes Erlebnis und das baby an der brust zu haben wird ein Bild sein, welches Sie noch über sehr lange Zeit im Gedächtnis behalten werden. Auch wenn es mit der eigenen Milch nicht klappen sollte, kann das Zufüttern ein ebenso schönes Erlebnis sein und die Bindung zwischen Kind und Eltern stärken!