Elternzeit

Das sollten Sie über die Elternzeit wissen!

Elternzeit

Die Elternzeit, von manchen auch als Erziehungsurlaub bezeichnet, ist die Phase nach der Geburt, die Ihnen als angestellten Arbeitnehmer zur Fürsorge für das Baby rechtlich zusteht. Während der Elternzeit dürfen Sie im Beruf aussetzen, um ganz für Ihr Kleines da zu sein und sich von den Strapazen der Geburt zu erholen.

Anspruch auf Elternzeit haben sowohl ein oder auch beide Elternteile sowie in Sonderfällen auch die Großeltern des Kindes. Als Eltern können Sie auch gemeinsame Elternzeit beantragen und sich nach der Geburt zunächst einmal zusammen um das Kind kümmern. Gerade in der ersten Phase der Babyzeit und des neuen Alltags kann dies besonders guttun. Wenn Sie sich für die gemeinsame Auszeit entscheiden, bekommen Sie allerdings vom Staat nur eine Auszahlung für einen Elternteil, können dafür aber die Elternzeit verlängern. Wenn Sie sich dagegen entscheiden, können Sie wählen, wer von Ihnen die das Recht auf Elternzeit geltend macht.

Die Elternzeit für Väter ist heute nicht mehr der Ausnahmefall, sie wird sogar immer beliebter! Entscheiden Sie je nachdem, für wen es derzeit im Beruf leichter ist, auszusetzen. Auch für den Elternteil, der nicht die Elternzeit in Anspruch nimmt, geht der BabyZauber nicht verloren: Nach der Arbeit können Sie sich dem Kleinen widmen und auch am Wochenende haben Sie ausreichend Zeit, die Sie mit Ihrem Nachwuchs verbringen können!

Wichtig: Der Antrag auf die Elternzeit!

Elternzeit

Der Antrag auf Elternzeit sollte mindestens acht Wochen vor Beginn schriftlich erfolgen. Wenn die Elternzeit ab der Geburt beginnen soll, muss der Antrag sechs Wochen vor der Entbindung Ihres Sprösslings gestellt werden.

Wie läuft das Ganze denn eigentlich ab?

  • Der Antrag muss je nach Größe des Unternehmens, in welchem Sie angestellt sind gestaltet werden.
     
  • Auch das individuelle Verhältnis zu Ihrem Vorgesetzten oder dem Chef der Firma kann hier Einfluss nehmen.
     
  • Im Antrag auf Elternzeit müssen Sie sich festlegen, wie lange die berufliche Auszeit sein soll. Diese kann bis zum dritten Lebensjahr Ihres Kindes andauern, wobei das dritte Jahr der Elternzeit auch später genommen werden kann. Falls Sie das dritte Jahr noch etwas nach hinten schieben möchten, sollten Sie jedoch bedenken, dass dies vor dem 8. Lebensjahr Ihres Kindes sein muss!
     
  • Auch wird im Antrag auf Elternzeit festgelegt, ob Sie komplett aussetzen oder aber als Teilzeitkraft weiterhin in Ihrem Betrieb arbeiten. Eine Teilzeit-Stelle ist dann möglich, wenn ein Arbeitgeber mehr als 15 Angestellte beschäftigt. Dann haben Sie als Arbeitnehmer die Möglichkeit, während Ihrer Elternzeit bis zu 30 Wochenstunden erwärbstätig zu sein.

Fakten zur Dauer der Elternzeit

Die Dauer der Elternzeit ist auf bis zu drei Jahre festgelegt und beginnt ab der Geburt des Kindes. 24 Monate müssen von Ihnen laut Gesetz innerhalb der ersten drei Lebensjahre Ihres Kindes genommen werden. Die weiteren zwölf Monate der Elternzeit können Sie flexibel zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr Ihres Kindes einsetzen. Klären Sie dies jedoch mit Ihrem Arbeitgeber ab, um mögliche Konflikte bereits im Vorfeld zu vermeiden.

Fakten:

  • Elternzeit ist auf bis zu maximal 3 Jahre festgelegt.
     
  • 24 Monate müssen in den ersten 3 Lebensjahren des Kindes genommen werden.
     
  • 12 Monate stehen zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr des Kindes frei zur Verfügung.
     
  • Zeitliche Vorstellungen müssen im Detail mit dem Vorgesetzten abgesprochen werden.

Während Sie in der Elternzeit sind, egal, wie Sie sich Ihre zur Verfügung stehende Zeit einteilen möchten, sind Sie von Ihren Plichten als Arbeitnehmer freigesprochen, Ihr Arbeitsplatz wird Ihnen jedoch gesichert und bis zu Ihrem beruflichen Wiedereinstieg freigehalten. Sie stehen in der babybedingten arbeitsfreien Zeit also unter Kündigungsschutz. Des Weiteren sind Sie über die gesamte Dauer der von Ihnen in Anspruch genommenen Elternzeit weiterhin krankenversichert!

Wiedereinstieg nach der Elternzeit - Wie klappt´s am besten?

Elternzeit

Der Wiedereinstieg nach der Elternzeit fällt frischgebackenen Müttern und Vätern oft nicht leicht: Das Baby ist da, der Schlafrhythmus ist gestört und Sie hatten möglicherweise noch nicht genug Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Um den Wiedereinstieg nach der Elternzeit möglichst leicht zu gestalten, sollten Sie mit Ihrem Partner klare Absprachen treffen, was Sie voneinander erwarten und wie Sie Berufsleben und Baby unter einen Hut bekommen können.

Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber darüber, ob Sie vorerst als Teilzeitkraft wieder einsteigen können. Sie können nach Beschluss des Bundesarbeitsgerichts die Elternzeit nach dem ersten Kind verkürzen und die verbleibende Zeit an die Elternzeit für das zweite Kind anhängen. Sie bemerken also: Mit dem Wiedereinstieg nach der Elternzeit haben Sie einige Freiheiten, um die Kombination von Baby und Job nach Ihren Vorstellungen zu meistern.

Machen Sie sich auch nicht zu viele Sorgen über den Wiedereinstieg, denn Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, Ihnen ein familienfreundliches Arbeitsumfeld zu bieten. So muss es möglich sein, dass Sie Ihr Mutterdasein und das Berufsleben problemlos unter einen Hut bekommen und auch das Stillen Ihres Kindes muss Ihnen von Ihrem Arbeitgeber ermöglicht werden.

Noch ein Tipp:

Kümmern Sie sich vor Ihrem Wiedereinstieg nach der Elternzeit unbedingt um die Kinderbetreuung, um garantieren zu können, dass Ihr Nachwuchs auch während Sie arbeiten optimal versorgt ist!

Babyzeit

Die Elternzeit in Deutschland

Nach der Geburt eines Kindes haben die Eltern einen gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit.1 Diese kann genommen werden bis das Kind 3 Jahre alt ist. Beide Eltern können Elternzeit beanspruchen, entweder ein Elternteil ganz oder Sie teilen Sich...

zum Artikel