Kosten Künstliche Befruchtung

Kosten, Stress und Erfolgsdruck – Wann sich künstliche Befruchtung wirklich lohnt

Wenn es mit dem Kinderwunsch nicht klappt, versuchen viele Paare mit künstlicher Befruchtung eine Schwangerschaft herbeizuführen. Während diese Verfahren für einige Paare tatsächlich die einzige Möglichkeit sind, empfehlen Experten bei der Mehrheit der Paare auf natürliche Methoden zu vertrauen. Denn die Erfolgsquote ist genau so hoch, wenn nicht höher. Daneben sind die Kosten für eine künstliche Befruchtung, sowie die Ängste und Enttäuschungen, die die Paare durchlaufen um einiges höher als bei der Anwendung von natürlichen Methoden. Ein künstlicher Eingriff sollte daher gut überlegt sein.

Was kostet die künstliche Befruchtung in Deutschland?

Zu den in Deutschland zulässigen Verfahren der künstlichen Befruchtung gehören die In-Vitro-Fertilisation (IVF) sowie die Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICIS). Bei diesen Verfahren übernehmen Krankenkassen nur einen Teil der Kosten. Außerdem beteiligen sie sich an maximal drei Versuchen. Für alles andere muss das Paar im Eigenanteil aufkommen. Sowohl das IVF-Verfahren als auch die ICIS sind teuer. Etwa 2000 € bis 2500 € können für einen Behandlungszyklus veranschlagt werden. Davon übernimmt die Krankenkasse etwa 50% der Kosten. Der Eigenanteil der Kosten bei künstlicher Befruchtung liegt also bei mindestens 1000 €. Damit die Krankenkassen jedoch diesen Teil übernehmen müssen vorher bestimmte Bedingungen erfüllt sein:

 

  • Das Paar muss verheiratet sein, Lebenspartner werden von gesetzlichen Krankenkassen finanziell nicht unterstützt
  • Es muss sich um ein heterosexuelles Paar handeln
  • Beide Partner müssen mindestens 25 Jahre alt sein, außerdem darf die Frau nicht älter als 45 Jahre alt sein und der Mann nicht älter als 50
  • Es gibt genaue medizinische Richtlinien, die ein Paar erfüllen muss, damit die Kassen zahlen (z.B. die Beweglichkeit der Spermien)
  • Mindestens zwei verschiedene Fachärzte müssen die Erfolgsaussichten der Behandlung bescheinigen

Alternative Verfahren zur künstlichen Befruchtung

Paare mit unerfülltem Kinderwunsch sollten sich genau beraten lassen, bevor sie sich für die künstliche Befruchtung entscheiden. Die hohen Kosten, die psychische Belastung und auch die niedrige Erfolgsquote zeigen, dass die künstliche Befruchtung nicht ohne Risiken ist. Wenn Sie als Paar also Alternativen haben, auf natürlichem Weg schwanger zu werden, sollten Sie diese nutzen. Welche Möglichkeiten haben Sie?

  • Gesunde Lebensweise: Ernähren Sie Sich gesund, verzichten Sie auf Alkohol, Nikotin sowie übermäßig Koffein und treiben Sie viel Sport. Kling vielleicht banal, hilft der Fruchtbarkeit beider Partner aber immens.
  • Vermeiden Sie Stress: Unser Körper ist stur. Wenn er sich zu sehr unter Druck gesetzt fühlt, streikt er einfach und blockiert bestimmte Funktionen. Dazu können auch Eisprung und Hormonausschüttung gehören. Gehen Sie das Thema Kinderwunsch also entspannt und gelassen an und nehmen Sie Sich Zeit dafür.
  • Beobachten Sie Ihren Monatszyklus: So können Sie genauer planen, wann Ihre fruchtbaren Tage sind und wann Sie damit schwanger werden können. Ideal dafür ist die symtothermale Methode der Natürlichen Familienplanung. Hier werden regelmäßig Fruchtbarkeitsdaten analysiert und ausgewertet (am leichtesten geht dies mit einem Zykluscomputer, der alles automatisch macht) und schon wissen Sie, an welchen Tagen in Ihrem Monatszyklus Sie fruchtbar sind.

Einen 100%igen Erfolg garantieren diese Methoden natürlich auch nicht, aber Ihre Chancen schwanger zu werden sind damit mindestens genauso hoch wie bei der künstlichen Befruchtung, und das ganz natürlich, ohne hohe Kosten und mit weniger Stress.