Kind schlafen lernen

Langwieriger Prozess: Jedes Kind muss schlafen lernen

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Jedes Kind muss schlafen lernen. Diese Tatsache ist mit Sicherheit für einige Eltern neu. Sie müssen lernen, dass sie ebenso wie für den Spracherwerb, den Gang aufs Töpfchen oder auch den ersten selbstständigen Schritt eine Menge Übungszeit einplanen müssen.

Voraussetzung für erfolgreiche „Unterrichtseinheiten“ in Sachen schlafen lernen sind fürs Kind: ein gewisses Maß an Müdigkeit, ausgeglichene Entspanntheit und ein Mitbestimmung darüber, wie genau das Sandmännchen seines Amtes walten kann.

So lernen Kinder richtig schlafen

Etwa alle 50 Minuten wechselt bei Kindern eine Ruhephase eine aktive Spielphase ab. Das zeigen die Kleinen etwa durch eine entspannte Körperhaltung, gähnen oder auch Augen reiben. Jetzt ist es Zeit für ein kurzes oder auch langes, ausgiebiges Schläfchen.1

  • Um richtig schlafen zu lernen, sollten Kinder in jedem Fall wach ins Bettchen gelegt werden, satt und gesund sein.
     
  • Auch die Schlafumgebung muss passen: Eine gute Wahl für die ersten Monate sind Wiege und Stubenwagen. Beide haben nur eine begrenzte Liegefläche und bieten mit ihren hochgezogenen Seitenwänden ein hohes Maß an Geborgenheit.
     
  • Ein besonderer Geheimtipp für Kinder, die schlafen lernen sollen, sind Hängematten. Sollte es doch von Beginn an ein Gitterbettchen sein, dann kann das – beispielsweise durch ein Stillkissen – optisch verkleinert werden.
     
  • Weiche Kissen, Schaffelle oder Nestchen sind tabu. Die Gefahr ist zu groß, dass das Baby mit dem Gesicht darin versinkt und erstickt. Auch ein Wärmestau kann tödlich enden. Erst ab etwa einem Jahr kann ein flaches Kuschelkissen den Schlafplatz gemütlich machen.
     
  • In den ersten Monaten sollte unbedingt nur ein Schlafsack für kuschelige Gemütlichkeit sorgen; aber alles in allem gilt: Babys schlafen am liebsten kühl. „Weniger ist hier mehr“, heißt es im Babybettchen, wenn das Kind endlich richtig schlafen lernen soll.

So können Kinder schlafen lernen — Die Ferber-Methode

Für manche sind die ein No-Go, für andere die letzte Rettung: Schlaflernprogramme helfen oft auf eine ganz spezielle Weise mit, dass Kinder schlafen lernen. Am populärsten ist die „Ferber-Methode“, bei der das Baby nach seinem gewohnten Abendritual wach ins Bettchen gelegt wird. Anschließend verlassen die Eltern den Raum. Gibt es Tränen, warten die Eltern zunächst eine Zeit und gehen dann wieder zu ihrem Nachwuchs, um ihm die nötige Gewissheit zu geben: Ja, wir sind da! Häufiger Kritikpunkt ist die Schreidauer, die bei diesem Lernprogramm bis zu 30 Minuten betragen kann. Ähnliche Methoden – etwas sanfter umgesetzt – sind durchaus praktikabel und helfen dem Kind beim schlafen lernen.2

Um es zumindest für das Kind etwas einfacher zu machen, sollte es seine Einschlafposition und das abendliche Ritual selbst bestimmen können. Ein „Schnuffeltuch“ ist im Übrigen oft die bessere Wahl als ein Schnuller: Es lässt sich nachts leichter finden und hilft dem Kind so beim schlafen lernen. 

Eltern: Wichtige Lehrmeister für Kinder, die schlafen lernen sollen

Gerade ganz kleine Kinder, die schlafen lernen sollen, brauchen noch viel Körperkontakt, Aufmerksamkeit und Liebe. Nur so fühlen sie sich wirklich sicher und geborgen. Eltern sollen und müssen ihrem Kind genau das geben – nur so kann es irgendwann lernen, zu schlafen. Die leise Stimme von Mama oder Papa und liebevolles Streicheln nach nächtlichen Schreiattacken bringen schnell Ruhe. Dabei sollte das Kleine möglichst im Bettchen bleiben und genau dort wieder einschlafen.

Frische Windeln sind toll – nachts allerdings sollte möglichst nicht gewickelt werden; auch wenn das Baby gerade frisch gestillt wurde! Die Prozedur bringt einfach zu viel Unruhe in die Nacht und verlängert den Wiedereinschlaf-Prozess unnötig. Ruhe ist ein wichtiges Schlagwort für den gesamten Alltag des Babys: Feste Essens-, Spiel- und Schlafzeiten geben ihm Sicherheit. Bewegung an frischer Luft tut gut und bringt Selbstvertrauen. Eine Eigenschaft, die Kinder unbedingt brauchen, um richtig schlafen zu lernen.

Und auch wenn es schwer fällt: Sollen Kinder schlafen lernen, dürfen sie nichts von der eventuellen nächtlichen Gereiztheit ihrer Eltern mitbekommen. Die Kleinen haben sensible Antennen, spüren die Unruhe der Erwachsenen und übertragen sie auf sich selbst.