Krankes Baby

Ein krankes Baby braucht besonders viel Liebe!

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Ein krankes Baby kann den Alltag ganz schön durcheinanderwirbeln: Ob pausenloses Husten, der plötzliche Brechdurchfall oder ein Fieberkrampf – Eltern leiden mit, wenn ihr kleiner Liebling sich quälen muss. Wenn es sein muss, natürlich auch nachts. Klar, dass die Tage dann entsprechend anstrengend werden und der fehlende Schlaf und die Ungewissheit über den weiteren Verlauf der Krankheit an den Nerven zehren.

Ein krankes Baby hält seine Eltern auf Trab. Babys suchen sich nämlich zudem immer den ungünstigsten Zeitpunkt aus, um krank zu werden: Oft ist es das Wochenende, wenn keine Kinderarztpraxis aufhat; auch kurz vor dem Familien-Urlaub kann ein krankes Baby allen Plänen einen Strich durch die Rechnung machen.

Wenn ein krankes Baby den Alltag bestimmt ...

Jetzt heißt es Ruhe bewahren und nicht die Nerven verlieren. Ein krankes Baby steht im Mittelpunkt des Alltags. Bei größeren Geschwisterkindern kennen Eltern möglicherweise schon einige Tipps und Tricks, wie sich ein krankes Baby schnell wieder besser fühlt. So gibt es in der Apotheke frei verkäufliche Medikamente, die gut helfen und auch von kleinen Kindern gut vertragen werden. Fiebersaft beispielsweise oder auch Zäpfchen gegen Übelkeit und Fieber sollten immer im Haus sein, um im Notfall schnell zur Hand zu sein. Nichts ist schlimmer, als nachts, ein krankes Baby auf dem Arm, stundenlang den Apotheken-Notdienst suchen zu müssen oder in der Notaufnahme des nächsten Krankenhauses warten zu müssen.

Wenn die „Erste-Hilfe-Medizin“ gut anschlägt, heißt es abwarten: Geht es dem Kind wieder gut, können sich Eltern den Gang zum Kinderarzt häufig sparen. Verschlechtert sich der Zustand oder sind die Eltern – gerade bei sehr kleinen Babys – unsicher, sollten sie in jedem Fall am nächsten Morgen den Kinderarzt aufsuchen.

Typische Kinderkrankheiten: Was ein krankes Baby haben könnte

Eine der häufigsten Kinderkrankheiten ist das sogenannte Dreitagefieber – harmlos, aber abrupt auftretend und hoch ansteckend. Ein krankes Baby bekommt dann hohes Fieber und einen Hautausschlag. Betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder bis zum zweiten Lebensjahr, wobei die meisten Erkrankungen zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat auftreten.1

Gegen Mumps werden Babys geimpft – und können dennoch an dieser Kinderkrankheit erkranken. Dann nämlich, wenn sie nicht wie empfohlen zwei der schützenden Piekse, sondern nur einen erhalten haben. In den meisten Fällen verläuft die Krankheit harmlos; jeder zehnte Erkrankte bekommt jedoch als Folge der Mumpsinfektion eine Hirnhautentzündung.2 Hat ein krankes Baby Mumps sollte daher schnell gehandelt werden.

Auch Röteln zählen zu den bekannten und harmlosen Kinderkrankheiten. Problematisch wird es allerdings, wenn ein krankes Baby in Kontakt mit einer Schwangeren kommt: Steckt sie sich an, drohen beim Ungeborenen schwere Missbildungen.

Erkrankt ein Baby an Masern, kann das zu großen, manchmal lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Eines von 1.000 kranken Babys oder Kleinkindern entwickelt in Folge der Masernerkrankung eine schwere Gehirnentzündung, in deren Folge aufgrund des geschwächten Immunsystems weitere bakterielle Infektionen drohen. Masern, Mumps und Röteln sind heute nur noch seltene Auslöser für ein krankes Baby. Kleine Erdenbürger stecken sich mit den Erregern nur noch selten an,  da viele Eltern ihren Nachwuchs durch die sogenannte MMR-Impfung immunisieren lassen.

Schlimme Diagnose: Ein krankes Baby von Geburt an

Bekommen Eltern ein krankes Baby, ist dies eine große Herausforderung. Während die typischen Kinderkrankheiten durch entsprechende Impfungen heute weitgehend kein Problem mehr darstellen, sind angeborene Krankheiten weitaus folgenreicher. So kommt jedes 100. Baby mit einem Herzfehler zur Welt, wovon ca. 80 Prozent operiert werden müssen. Zehn Prozent der Herzfehler bleiben ein Leben lang.3

Relativ häufiger Grund für ein krankes Baby ist auch eine angeborene Unterfunktion der Schilddrüse. Normalerweise wird der Hormonmangel im Rahmen des Neugeborenen-Screenings entdeckt; bleibt er aber unerkannt, kann das schlimme Folgen haben: Zunächst wirkt das Baby ermattet bis teilnahmslos, hat wenig Appetit und quält sich mit schmerzhaften Verstopfungen. Eine große Zunge und eine heisere Stimme sind weitere Anzeichen einer angeborenen Unterfunktion der Schilddrüse und für ein krankes Baby. Wird die Unterfunktion nicht behandelt, wird in der Folge auch das Gehirn angegriffen und es drohen eine Nervenschädigung, eine geistige Behinderung oder Kleinwuchs.4

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