Hilfe für Familien mit behinderten Kindern

Welche Hilfe können Familien mit behinderten Kindern erwarten?

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Für Familien mit behinderten Kindern ist es sehr wichtig, Hilfe zu bekommen und sie auch anzunehmen. Allzu schnell kann es sonst passieren, dass sie an den Rand des Machbaren gelangen und mit den besonderen Umständen nicht mehr zu Recht kommen. Ursache können finanzielle Probleme ebenso sein, wie zu große psychische Belastungen, die dann weitere Krankheiten nach sich ziehen können. Hilfe für Familien mit behinderten Kindern ist daher zwingend notwendig. Sie brauchen nämlich ihre volle Kraft, um denn Alltag gut meistern zu können – Hilfe ist also unabdingbar.

Für Familien mit behinderten Kindern ist Hilfe aus Freundes- und Familienkreis wichtig

Viele Familien mit behinderten Kindern bekommen Hilfe von Freunden oder Verwandten: Sie nehmen den Betroffenen beispielsweise Dinge ab, die leicht zu bewerkstelligen sind, für Familien mit behinderten Kinder aber schlichtweg die Zeit oder die Kraft fehlt. Der Wochenendeinkauf ist eine solche Möglichkeit, der Weg zur Apotheke wäre eine zweite. Vielleicht muss das das behinderte Kind auch zum Arzt gefahren werden oder die Therapiestunde wartet in der Nachbarstadt. Familien mit behinderten Kindern sind über solche Hilfe und Unterstützung sehr dankbar.
Manche Freunde oder Angehörige wollen sich sogar direkt in die Pflege des Kindes integrieren – das ist eine sehr schöne Geste, die allerdings auch ein gewisses Know-How und vor allem starke Nerven erfordert. Ebenso wie die Familien mit behinderten Kindern selbst müssen solche pflegenden Angehörigen darauf achten, dass eventuelle seelische Belastungen als Folge der Pflege nicht auf die Person übergehen und sie in ihrem Wesen stark – eventuell sogar negativ - verändern.1

Hilfe für Familien mit behinderten Kindern durch Organisationen und Vereine

Auch zahlreiche Organisationen und Vereine sind eine wertvolle Hilfe für Familien mit behinderten Kindern. So begleitet zum Beispiel die 1958 gegründete Lebenshilfe Menschen mit geistiger Behinderung und hilft ihnen, gleichberechtigt am Leben teilzunehmen. Mit kompetenten Beratungs- und Betreuungsangeboten ist sie auch für Familien mit behinderten Kindern eine wertvolle Hilfe und Ansprechpartnerin.2

Vor allem in größeren Städten gibt es viele Ansprechpartner, die Hilfe für Familien mit behinderten Kindern anbieten. In Hamburg ist es der Verein INTERVALL, der es sich zum Ziel gesetzt hat, das behinderte Kind zu fördern und gleichzeitig die Stabilität der Familie zu fördern und ihr zu helfen, aus schwierigen Situationen gestärkt wieder herauszukommen. In enger Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten versuchen die geschulten Mitarbeiter von INTERVALL alles, um einen stationären Aufenthalt des Kindes zu verhindern und streben in jedem Fall ein selbstständiges Leben eines jeden
behinderten Kindes an.3

Länderübergreifen und nahezu in jeder größeren Stadt ist die Caritas präsent. In Bayern ermöglicht sie mit ihrem „Familienentlastenden Dienst“ pflegenden Eltern ein paar Stunden Erholung und Zeit zu Zweit – mit einem besonderen Babysitterdienst, der sich auf die stundenweise Betreuung von behinderten Kindern spezialisiert hat.4 Welche Hilfe für Familien mit behinderten Kindern es sonst gibt, erfahren interessierte Menschen am besten im Internet.

Staatliche Hilfe für Familien mit behinderten Kindern

Staatliche Hilfe für Familien mit behinderten Kindern gibt es auf Grundlage des Bundessozialhilfegesetzes. So erhalten Menschen mit Handicap oder von einem Handicap bedrohte Menschen in jedem Fall eine sogenannte Eingliederungshilfe. Sie umfasst medizinische, heilpädagogische, schulische, berufliche und allgemeine soziale Hilfen – durch Personen und durch Sach- und Geldleistungen. Auskünfte dazu geben Landratsamt, Stadt- oder Gemeindeverwaltung und das Gesundheitsamt.

Finanzielle Hilfe erhalten Familien mit behinderten Kindern durch die Pflegeversicherung. Sie gewährt bis zu ca. 2.500 EUR beispielsweise für die behindertengerechte Ausstattung des Bades oder den Einbau eines Treppenlifts.  In besonders schwierigen finanziellen Situationen springt die Sozialhilfe ein. Für den barrierefreien Umbau von Haus oder Wohnung gibt es teilweise finanzielle Unterstützung durch kommunale Sonderprogramme oder auch Förderprogramme der Länder. Diese sind allerdings zeitlich begrenzt und von Land zu Land verschieden.5