Stillen und Hülsenfrüchte

Stillen und Hülsenfrüchte - Geht das?

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Nicht alle Kinder vertragen Hülsenfrüchte beim Stillen – wie auch bei Erwachsenen können diese Nahrungsmittel bei den Kleinen Blähungen hervorrufen. An sich sind Hülsenfrüche durchaus gesund. Sie enthalten eine Menge Eiweiß und Kohlenhydrate, jedoch gelten sie als allgemein schwer verdaulich. Erwachsene sollten Hülsenfrüchte nur zusammen mit entsprechenden Gewürzen essen. Hierdurch werden zusätzliche Magensäfte produziert, die bei der Verdauung helfen. Ansonsten drohen starke Blähungen – nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei Ihrem Kind. Wenn Sie Hülsenfrüchte beim Stillen essen, obwohl Ihr Baby es nicht verträgt sorgen Sie dafür, dass es unter Bauchschmerzen leidet.

Warum verursachen Hülsenfrüchte beim Stillen Blähungen?

Dass bei Ihrem Baby Blähungen entstehen, wenn Sie beim Stillen Hülsenfrüchte essen, wird durch verschiedene Zuckerarten verursacht, die sich in den Hülsenfrüchten befinden. Dazu gehören zum Beispiel Stachyose und Raffinose. Unser Verdauungssystem besitzt für diese Stoffe keine Enzyme, sodass der Zucker im Dickdarm von den Darmbakterien abgebaut werden muss statt im Magen. Durch diese Verarbeitung im Darm entstehen Gase, die dafür verantwortlich sind, dass das Essen von Hülsenfrüchten durch Stillende beim Baby zu Blähungen führt.

Was sollte ich beachten, wenn ich beim Stillen Hülsenfrüchte esse?

Damit die Hülsenfrüchte beim Stillen bei Ihrem Baby keine Blähungen oder Verdauungsbeschwerden auslösen, sollten Sie direkt während des Verzehrs der Hülsenfrüchte viel Wasser trinken. Außerdem hilft es, wenn Sie mindestens die gleiche Menge Reis wie Hülsenfrüchte essen. Hierdurch werden über die Hälfte der Blähungen gemindert. Hilfreich sind auch Gewürze wie Ingwer und Knoblauch. Doch wundern Sie sich nicht, wenn danach Ihr Kind nicht mehr so gerne trinkt – Knoblauch in der Muttermilch mögen einige Babys gar nicht.1

Was tun, wenn mein Baby durch Hülsenfrüchte beim Stillen Blähungen hat?

Wenn Sie beim Stillen Hülsenfrüchte gegessen haben und Ihr Kind nun unter Blähungen leidet, sollten Sie versuchen, die Beschwerden zu lindern.

  • Es kann zum Beispiel helfen, das Bäuchlein des Babys leicht zu massieren, damit die Gase leichter entweichen können.
     
  • Dabei kann man den Bauch noch zusätzlich mit Kümmelöl einreiben.
     
  • Schon während des Trinkens können Sie dafür sorgen, dass das Baby ein paar Bäuerchen mehr macht als sonst. Das hilft dabei, die Luft schon vorher etwas entweichen zu lassen.
     
  • Nach Absprache mit einem Arzt können auch Kümmelzäpfchen oder sogenannte Entschäumer gegeben werden.
     
  • Alternativ können Sie einen Heilpraktiker oder Apotheker nach passenden homöopathischen Mitteln fragen.
     
  • Wie auch bei Erwachsenen hilft beim Baby Wärme, um die Blähungen durch Hülsenfrüchte beim Stillen zu lindern. Erwärmen Sie ein Kirschkernkissen oder eine Wärmeflasche leicht und legen Sie sie an den Bauch des Babys.

Stillen und Hülsenfrüchte – Welche Tipps helfen noch gegen Blähungen?

Stillen und Hülsenfrüchte und die Folgen können für Ihr Baby schmerzhaft sein. Damit die Bauchschmerzen schnellstmöglich verschwinden, können ein paar weitere Tipps helfen, die überschüssige Luft im Bauch loszuwerden. Sie können Ihrem Baby ein warmes Bad einlassen, das entspannt den Darm. Außerdem hilfreich ist Ruhe und Entspannung, Stress führt nur zu weiterem Schlucken von Luft. Seien Sie für Ihr Kleines da, halten Sie es direkt am Körper und beruhigen Sie es, während sie leicht den kleinen Bauch massieren. Wenn Stillen und Hülsenfrüchte bei Ihrem Baby zu Blähungen führen, sollten Sie während der Stillzeit vollkommen auf Hülsenfrüchte verzichten.2