Chlamydieninfektion und Kinderwunsch

Chlamydieninfektion und Kinderwunsch

Chlamydieninfektion_Kinderwunsch

Eine Chlamydieninfektion gilt als eine der häufigsten Ursachen für Unfruchtbarkeit und den unerfüllten Kinderwunsch. Sie wird zumeist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen und oft nicht erkannt. Die wenigsten Infizierten bemerken die Geschlechtskrankheit durch Symptome, wie vaginalen Ausfluss oder Brennen beim Wasserlassen, da die Erkrankung häufig ohne Beschwerden verläuft. Viele Paare wundern sich, wenn es mit dem Schwanger werden nicht klappen will, ziehen aber eine Chlamydieninfektion als Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch nicht in Betracht.

Ein unerfüllter Kinderwunsch als Folge einer Chlamydieninfektion

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Wird die Chlamydieninfektion nicht behandelt, kann es zu gesundheitlichen Schäden kommen. Dies kann verheerende Folgen für die weibliche Fruchtbarkeit haben. Die Chlamydien können in die Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke vordringen, was zu einer Bauchhöhlenschwangerschaft oder einer entzündlichen Beckenerkrankung führen kann. Sie können ebenfalls Auslöser einer Gebärmutterhalsentzündung sein und auch die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch.

Dies führt unter Umständen zu einer eingeschränkten Fruchtbarkeit. Eine unbehandelte Infektion mit Chlamydien kann außerdem zu einer dauerhaften Unfruchtbarkeit führen, weil die Eileiter verkleben und das Ei nicht zur Gebärmutter vordringen und befruchtet werden kann. Außerdem kann es durch diese Verklebung zu Eileiterschwangerschaften kommen. Im schlimmsten Fall können die Eileiter platzen. Dies führt zu Unfruchtbarkeit und kann nicht behandelt werden. Besonders erschreckend ist, dass ca. 10% der Schwangeren unwissentlich mit Chlamydien infiziert sind. Dies erhöht das Risiko einer Frühgeburt. Jede Frau mit Kinderwunsch sollte sich vor einer Schwangerschaft auf eine Infektion mit Chlamydien testen lassen, um Gefahren für die Fruchtbarkeit und später für das Ungeborene zu vermeiden.

Ein Chlamydientest ist für jede Frau sinnvoll!

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Ein Chlamydientest ist nicht in der Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt enthalten. Nur Frauen bis 25 Jahre haben einmal im Jahr einen Anspruch auf einen Chlamydientest, der von der Krankenkasse übernommen wird. Es gibt neben der Untersuchung beim Gynäkologen auch die Möglichkeit einen Chlamydien-Schnelltest zu machen, der bequem Zuhause durchgeführt werden kann.

Hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass man einen Heimtest für Zuhause kauft, und nicht einen Test, der ausschließlich vom Gynäkologen verwendet werden kann. Ein Chlamydientest für Zuhause hat den Vorteil, dass man nicht zum Arzt gehen muss, um herauszufinden, ob eine Chlamydieninfektion vorliegt.

Falls Chlamydien nachgewiesen werden, sollte auf jeden Fall der Partner informiert werden, um die Gefahr einer Ansteckung zu vermeiden. Es sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden, weil mit dieser Infektion nicht zu spaßen ist. Das Tückische an dieser Geschlechtskrankheit ist, dass ca. 80% der Infizierten keine Symptome bemerken und somit diese Krankheit immer weiter übertragen.

Um die Gefahr einer Chlamydieninfektion und deren Folgen für die Fruchtbarkeit auszuschließen, sollten sich Frauen mit Kinderwunsch und auch Schwangere grundsätzlich auf Chlamydien untersuchen lassen oder selbst einen Chlamydientest durchführen.