Hormonstörungen bei der Frau

Hormonstörungen bei der Frau

Nicht jede ungewollt kinderlose Frau ist zwingend unfruchtbar. Oft sind Hormonstörungen Ursache für das Ausbleiben einer Schwangerschaft, weil sie sich auf die Fruchtbarkeit der Frau auswirken können. Die durch hormonelle Störungen verursachten Komplikationen beeinflussen den weiblichen Zyklus, so dass eine erfolgreiche Befruchtung erschwert oder unmöglich wird. Wer einen Kinderwunsch hegt, sollte sich grundsätzlich von einem Arzt untersuchen lassen.

PCO-Syndrom

Eine der häufigsten hormonellen Störungen ist das sogenannte polyzistische Ovarialsyndrom (PCO Syndrom), auch als Stein-Leventhal-Syndrom bekannt. Die betroffenen Frauen leiden zumeist unter Übergewicht und weisen vermehrt männliche Hormone im Blut auf. Dies bewirkt, dass viele Eibläschen in den Eierstöcken zu finden sind, es aber nicht zum Eisprung kommt. Findet in einem Zyklus kein Eisprung statt, kann die Frau nicht schwanger werden.

Störung durch Endometriose

Eine weitere häufige, meist hormonell bedingte Störung der Fruchtbarkeit überwiegend bei Frauen zwischen 30 und 40 ist die Endometriose. Dabei handelt es sich um eine meist schmerzhafte aber gutartige Wucherung des Gewebes der Gebärmutterschleimhaut. Dieses Gewebe siedelt sich an den Eierstöcken oder Eileitern an und führt zu einem Verschluss der Eileiter oder einer Störung der Eireifung.

Auch die Behinderung der Eileiterbewegung kann eine Folge sein, was dazu führt, dass die Eizelle beim Eisprung nicht richtig transportiert werden kann. Die Endometriose gilt als eine der häufigsten Ursachen der weiblichen Unfruchtbarkeit.

Gelbkörperschwäche

Progesteron ist ein Gelbkörperhormon, das in der zweiten Zyklushälfte die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet. Es ist ebenfalls zur Erhaltung einer Schwangerschaft von großer Bedeutung. Eine Gelbkörperschwäche kann Probleme bei der Einnistung der Eizelle und Fehlgeburten mit sich bringen.

Die Gelbkörperschwäche entsteht aufgrund einer unzureichenden Follikelreifung, denn nach dem Eisprung entsteht aus dem Eibläschen normalerweise der Gelbkörper. Sie äußert sich häufig durch eine verkürzte zweite Zyklushälfte. Das Prämenstruelle Syndrom (PMS) kann ebenfalls ein Anzeichen sein.

Hormonstörungen werden in der Regel durch Hormontherapien behandelt. In vielen Fällen können jedoch auch durch natürliche Mittel, wie Mönchspfeffer bei Gelbkörperschwäche, Erfolge erzielt werden und eine kostspielige Hormonbehandlung unnötig machen.