Haustiere in der Schwangerschaft

Haustiere in der Schwangerschaft – auf das neue Rudelmitglied einstimmen

Wenn sich die Familie erweitert, bedeutet das auch für tierische Familienmitglieder eine Umstellung. Zum einen ist es besonders bei Hunden und Katzen wichtig, dass sie auf das neue Familien- bzw. „Rudelmitglied“ vorbereitet werden. Aber auch als Schwangere ist der Umgang mit den lieben Vierbeinern während der Schwangerschaft verändert. Besonders bei Katzen und einigen Reptilien besteht die Gefahr, sich mit Toxoplasmose anzustecken und so das Baby zu gefährden.

Haustiere in der Schwangerschaft – Tierpflege planen

Auch die Pflege von Tieren in der Schwangerschaft muss ggf. überdacht werden. Kann ich mit meinem Labrador-Wildfang auch noch mit dickem Babyauch Gassi gehen? Schaffe ich es, meine Aquarien und Terrarien auch mit Babybauch in Schuss halten? Muss ich mir eine Reitbeteiligung für mein Pferd besorgen, wenn es in den höheren Schwangerschaftsmonaten nötig wird? Wenn solche Aufgaben zu Ihrem Alltag gehören, suchen Sie sich jemanden, der dies für Sie übernehmen kann. Schwanger sein bedeutet natürlich nicht, dass Sie 9 Monate lang keine Finger rühren dürfen. Viele Reiterinnen empfinden die Zeit auf dem Rücken ihres Pferdes als entspannend, Hundebesitzerinnen das Gassigehen als willkommene Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen. Hier müssen Sie (und ggf. Ihr Arzt) individuell herausfinden, was geht und was nicht.

Haustiere und Babys – Gefühl der Abschiebung vermeiden

Machen Sie sich aber lieber vorzeitig Gedanken dazu, wie ihre tierischen Freunde versorgt werden, wenn Sie nicht fit sind. Nahe liegen natürlich der Partner, Freunde und Familie. Wenn sich aus diesen Kreisen niemand findet, ist auch „von Extern“ schnell Hilfe zu finden. Aber eines ist besonders wichtig – geben Sie Ihrem Tier niemals das Gefühl, es würde abgeschoben werden! Schnell entwickelt sich Eifersucht auf das Baby und dann kann es besonders mit Hunden und Katzen zu unschönen Situationen kommen.

Haustiere in der Schwangerschaft – Gassi-Geh-Service nutzen

Gerade für einen begrenzten Zeitraum gibt es auch Gassi-Geh-Services. Ein Aushang  am schwarzen Brett der örtlichen Leihbibliothek, Wohnkomplex, Uni oder Schule ist auch eine gute und günstige Möglichkeit, um jemanden für die Haustierversorgung zu finden. Wenn generell Hilfe im Haushalt oder mit kleinen Geschwisterchen benötigt wird, bieten Caritas und Co. gute Unterstützung, die auch oft durch amtliche Unterstützung finanziert werden.

Haustiere in der Schwangerschaft – Hunde und Schwangere

Für Hunde sind Babys neue Rudelmitglieder und Schwangere somit jemand, der besonders beschützt werden muss. Wo auch immer man schwangere Hundebesitzer oder Eltern, die schon vor dem Kind einen Hund hatten, trifft, bekommt man Anekdoten über die Fürsorglichkeit der Vierbeiner zu hören. „Mein Hund ist mir nicht mehr von der Seite gewichen, als ich schwanger war – schon lange bevor mir überhaupt klar war, dass ich ein Kind bekomme“. Hunde besitzen ganz empfindliche Antennen: schwache Mitglieder des eigenen Rudels (was in diesem Fall die Familie ist) werden beschützt.  Wenn das Baby geboren ist, bringen Sie Ihrem Hund ein Babykleidungsstück und/oder eine Windel mit und lassen Sie ihn dran schnuppern. So gewöhnt er sich an den Geruch und weiß, dass das neue Familienmitglied da ist. Auch zur Begrüßung ist ein erstes Beschnuppern wichtig. Lassen Sie Hund und Baby nicht alleine miteinander und nehmen Sie Ihren Hund einfach überall  hin mit – zum Wickeln, Füttern, ins Bettchen bringen, Spielen, Spazieren usw. Wenn Sie Ihr Tier nicht ausschließen, sondern aktiv einbinden, werden sie zwei beste Freunde bei sich zu Hause haben, bzw. sich die Aufgabe der umsorgenden Mama fast schon teilen können.  Außerdem haben Sie den besten Aufpasser aller Zeiten gleich dazu!

Hund aufs Baby vorbereiten – jedem sein eigenes Spielzeug!

Geben Sie Ihrem Hund nicht Babys Spielzeug zum Spielen! So sind Rivalitäten vorprogrammiert! Ist ihr Tier verhaltensauffällig oder aggressiv sollten Sie natürlich aufpassen. Auch ist wichtig, dass Ihr Kind so früh wie möglich lernt, Ihr Tier in Ruhe zu lassen, wenn die entsprechenden Signale kommen. Eine babyfreie Zone ist ein Rückzugsort, den Sie Ihrem Hund, wenn möglich, schaffen sollten. Es kann sein, dass Ihr durcheinandergewirbelter Hormonhaushalt eine Aversion gegen Hundegeruch auslöst. Hier können homöopathische Tropfen Abhilfe leisten (unbedingt Arzt oder Apotheker fragen).