Schwanger als Azubi

Wie geht man richtig damit um, wenn man in der Ausbildung schwanger wird?

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Sie sind in der Ausbildung und schwanger? Wenn Sie damit einen Kinderwunsch erfüllt haben: Freuen Sie sich! Auch in der Ausbildung ist eine Schwanger-schaft machbar, denn Sie können mit Unterstützung rechnen. Sollten Sie in der Ausbildung ungewollt schwanger sein, dann gilt es zunächst einmal, eine realistische Zukunfts-perspektive zu schaffen und keine Panik zu entwickeln, obwohl Sie sicherlich tausend Fragen im Kopf haben:

  • Bin ich bereit für ein Kind?
  • Wie soll ich das schaffen?
  • Muss ich meine Ausbildung wegen der Schwangerschaft abbrechen?
  • Wie soll ich das finanziell hingekommen?

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle erst einmal raten, Ruhe zu bewahren! Gerade für Frauen, die sich in der Ausbildung befinden und schwanger geworden sind, gibt es zahlreiche Formen der Unterstützung und Hilfe. Informieren Sie Ihren Arbeitgeber über die neuen Umstände am besten sobald es Ihnen möglich ist, denn dann greift das Mutterschutzgesetz und Sie werden trotz Ihrer Ausbildung Mutterschafts- und Kindergeld erhalten. In manchen Ausbildungsberufen, wie der Ausbildung zur Arzthelferin, Erzieherin oder bei einer Ausbildung im Labor, sind Sie sogar gesetzlich verpflichtet Ihren Arbeitgeber umgehend zu informieren, wenn Sie schwanger sind. Das passiert zu Ihrem und zm Schutz Ihres ungeborenen Kindes, also zögern Sie nicht! Falls Sie sich Sorgen über die Reaktionen Ihres Umfeldes machen, wenn Sie Ihrem Arbeitgeber von der Schwangerschaft berichten, können wir Sie beruhigen. Ihr Arbeitgeber steht unter Schweigepflicht und darf weder Ihren Kollegen noch Ihrer Familie sagen, dass Sie in der Ausbildung schwanger geworden sind.

Schwanger in der Ausbildung - Sicherlich kein Kinderspiel

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Wenn Sie in der Ausbildung sind und schwanger werden, bedeutet das, dass sich Ihr Leben verändern wird und das Zusammenspiel zwischen Ausbildung und Alltag auch komplizierter werden wird. Sie werden bemerken, dass Sie bereits durch Kleinigkeiten beeinträchtigt werden, woran Sie vielleicht so noch gar nicht gedacht haben: Sie müssen zum Beispiel häufiger aufs Klo, Ihnen kann aber auch übel sein, Sie können Schwindelgefühle haben oder Veränderungen in Ihrer Konzentrationsfähigkeit wahrnehmen. Deshalb gilt von Anfang an: Schonen Sie sich, wenn Sie schwanger in der Ausbildung sind. Achten Sie auf Sich und Ihre Gesundheit und lassen Sie sich von Ihrem Umfeld auf keinen Fall unter Druck setzen!

Wussten Sie übrigens ...

... dass Sie laut Mutterschutzgesetz als schwangere Frau in der Ausbildung nur acht Stunden am Tag arbeiten dürfen, wenn Sie noch unter 18 Jahren sind?

... dass Sie als schwangere Azubine unter Kündigungsschutz stehen?

Nein? Dann informieren Sie sich jetzt über Ihre Rechte und Pflichten!

Schwanger die Ausbildung mesitern - so klappt´s!

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Es gibt für Frauen, die in der Ausbildung schwanger werden zwar keinen gesetzlichen Anspruch auf die Verlängerung der Ausbildungszeit, es ist aber dennoch zu empfehlen, mit dem Arbeitgeber über eine mögliche Verlängerung zu sprechen, besonders dann, wenn Sie schon zu Beginn der Ausbildung schwanger werden.

Da hier noch alle Vorbereitungen auf das Baby, auf die Geburt, die Einrichtung der Wohnung auf Sie zukommen, ist Ihr Alltag in jedem Fall ausgefüllter. Zusätzlich kann es immer wieder sein, dass Ihre Belastbarkeit während der Schwangerschaft in der Ausbildung geringer ist als sonst, da sie an Übelkeit oder Schwindel leiden und dadurch von Arbeit und Lernen abgehalten werden.

Nehmen Sie sich Zeit, entspannen Sie und setzen Sie sich nicht unnötigem Stress aus, um die Ausbildung in der üblichen Zeit zu absolvieren. Das führt nur zu Panik und der Idee, die Ausbildung in der Schwangerschaft abzubrechen. Denken Sie lieber darüber nach, die Möglichkeit einer Teilzeitausbildung für Mütter zu nutzen. Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber darüber, ob Sie ihre Lehre auf diese Weise absolvieren können. So haben Sie mehr Zeit, um Lernen und Baby unter einen Hut zu bekommen.

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