Selbst machen und ausprobieren: Erziehungsschwerpunkte im Waldorfkindergarten

Grundlage von Bildung und Erziehung im Waldorfkindergarten ist der Bildungsplan des jeweiligen Bundeslandes.2 Der Waldorfkindergarten versteht seine Schützlinge als lernfähige, lernfreudige und lernbereite Wesen. Die Pädagogen helfen ihnen, mit Hilfe zunächst einfacher und später immer komplexer werdender Zusammenhänge die Welt zu erkennen und zu verstehen. Die Kinder dürfen viel selbst machen und ausprobieren und gewinnen so Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und Kräfte. Dabei orientieren sie sich immer an ihren Vorbildern, was in der Kindergartenzeit zumeist Erzieherinnen und Erzieher sowie Mutter und Vater sind. Waldorf-Kinder bewegen sich gern und viel, denn nur in einem gesunden und fitten Körper lebt bekanntlich ein wacher Geist. Lieder, Gedichte und Reime haben einen hohen Stellenwert, denn sie fördern die Sprachentwicklung als wichtiges Element, Gedanken und Gefühle auszudrücken bzw. mit der Welt ins Gespräch zu kommen. Die Erzieherinnen im Waldorfkindergarten entsprechen ihrer Vorbildfunktion, in dem sie liebevoll, klar, deutlich und bildhaft mit den Kindern sprechen. Einfaches und natürliches Spielzeug wie Steine, Bretter, Holstücke und Tücher regen in besonderem Maße zu kreativem Spiel an und fördern so auf eine besondere Weise die Entwicklung hin zu einem phantasievollen, kreativen Menschen.3