Windelsoor

Die Windel und der Windelsoor

Windelsoor

Die Windelzeit geht normalerweise selten ohne den bekannten
Windelsoor am Baby vorüber. Die Hautreizung tritt bei den meisten Babys auf, da deren Haut, besonders am Po, noch sehr empfindlich ist.1 Nicht jede Hautreizung am Baby-Popo ist aber auch unbedingt gleich der gefürchtete Windelsoor. Windelsoor wird durch Hefepilze (Candida) verursacht,2 während andere Hautreizungen viele Ursachen haben könnten, wie zum Beispiel Wärme oder Feuchtigkeit.3

Die Ansteckung mit Candida nennt sich „Soor“ (aus dem Altdeutschen „sohren“ = „wund machen“). Wenn sich der Hefepilz dann auf der Babyhaut festgesetzt hat, kann er nicht nur im Windelbereich, sondern auch im Mundraum des Kindes auftreten. Diese Erscheinung bezeichnet man dann als Mundsoor.4

Woran erkennt man den Windelsoor?

Windelsoor

Der Windelsoor tritt besonders dann bei Babys auf, wenn das Immunsystem ohnehin schon geschwächt ist, zum Beispiel wenn sie erkältet sind. Die Entzündung im Windelbereich erkennen Sie an dem typischen feuerroten Ausschlag, der auch teilweise leicht pickelig sein kann. Manchmal geht der Windelsoor auch mit nässenden Bläschen einher. Der Windelsoor beginnt am After und breitet sich dann über Po und Oberschenkel aus. Das kann – vor allem bei offener Haut – für kleine Kinder oft sehr schmerzhaft sein.5 Sie sollten sofort zum Arzt, wenn Sie Anzeichen von Windelsoor bei Ihrem Baby erkennen. Ohne eine schnelle Behandlung kann sich der Hefepilz nämlich schnell ausbreiten und sich zum oben angesprochenen nicht weniger unangenehmen Mundsoor entwickeln. Die Ausbreitung funktioniert übrigens auch in die andere Richtung.6

Was genau ist Mundsoor?

Am Mundsoor stecken sich Babys oft während der Geburt an und zwar in der Scheide der Mutter. So gelangen die Pilzsporen über den Mund in den Körper. Von dort aus kann sich der Hefepilz dann bis in den Windelbereich ausbreiten, wo es dann zum Windelsoor kommen kann. Im Mund erkennt man den Soor am weißen Belag mit krümeligen Ablagerungen auf der Zunge.7

Was kann man gegen Windelsoor tun?

Windelsoor

Bei starkem Windelsoor verschreibt der Kinderarzt normalerweise ein Anti-Pilzmittel gegen die Hauterkrankung. Dieses stoppt auch die weitere Streuung des Hefepilzes. Doch Sie können auch etwas tun, um Ihrem Kind diese unangenehme Pilzerkrankung zu ersparen. Es gibt ein paar Vorsichtsmaßnahmen, die helfen, gegen den Windelsoor beim Baby vorzubeugen. Achten Sie darauf, dass Sie Handtücher, Bettwäsche und Stoffwindeln heiß waschen, mindestens bei 60 Grad.8 Wenn der Po wund ist, empfiehlt es sich frische Luft daran zu lassen und das Baby so oft wie möglich ohne Windel strampeln zu lassen.9 Hier ist frische Luft oft das beste Medikament. Achten Sie dabei jedoch auf eine angemessene Raumtemperatur.

Referenzen - Windelsoor

  1. Daniel B. Ward, BS; Alan B. Fleischer,, MD; Steven R. Feldman, MD, PhD; Daniel P. Krowchuk. Characterization of Diaper Dermatitis in the United States. JAMA Pediatrics. September 2000, Vol 154, No. 9.
  2. http://www.infectopharm.com/public_pdf/P081003-03.pdf
  3. Daniel B. Ward, BS; Alan B. Fleischer,, MD; Steven R. Feldman, MD, PhD; Daniel P. Krowchuk. Characterization of Diaper Dermatitis in the United States. JAMA Pediatrics. September 2000, Vol 154, No. 9.
  4. http://www.infectopharm.com/public_pdf/P081003-03.pdf
  5. Daniel B. Ward, BS; Alan B. Fleischer,, MD; Steven R. Feldman, MD, PhD; Daniel P. Krowchuk. Characterization of Diaper Dermatitis in the United States. JAMA Pediatrics. September 2000, Vol 154, No. 9.
  6. - 9 InfectoPharm. Patientenbroschüre (siehe Link)