Zu wenig Milch

Zu wenig Milch zum Stillen?

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Der häufigste Grund, warum Frauen abstillen, ist, dass sie zu wenig Milch produzieren und das Baby deswegen nicht richtig oder ausreichend versorgen können. Das  ist eine der größten Ängste von Frauen, die jedoch meistens unbegründet ist. Die junge Mutter befürchtet, das Baby könnte Hunger leiden, da es nicht genug zum Trinken bekommt. Das liegt vor allem daran, dass sie nicht nachvollziehen kann, wie viel das Kind durch die Brust aufgenommen hat. Wenn es allerdings wirklich der Fall ist, dass eine Mutter zu wenig Milch hat, muss man etwas dagegen tun!

Warum hat eine Mutter zu wenig Milch?

Wenn eine Mutter zu wenig Milch produziert, sind daran meistens die Hormone Schuld. Die Ursache für zu wenig Milch kann also hormoneller Natur sein. Aber auch der Saugreflex des Kindes ist wichtig, um den Milcheinschuss zu bewirken. Liegen also Störungen beim Kind vor, zum Beispiel durch ein zu kurzes Zungenbändchen oder durch einen zu schwachen Muskeltonus, wirkt sich das auch auf die Milchproduktion aus. Die Folge: Die Mutter produziert zu wenig Milch. Das Gleiche gilt, wenn das Baby krank ist oder aus anderen Gründen geschwächt. Außerdem gilt: Je häufiger gestillt wird, desto mehr Milch wird auch gebildet. Das Prinzip funktioniert quasi „nach Bedarf“. So ist es also wichtig, das Kind möglichst oft anzulegen, damit die Milchproduktion weiter läuft, denn durch ein nur seltenes Anlegen oder „Stillen nach Plan“ führt dazu, dass zu wenig Milch gebildet wird.

Es gibt aber auch krankhafte Störungen, die eine Ursache für zu wenig Milch sein können. Dazu gehören eine Unterfunktion der Schilddrüse, zu wenig vorhandenes Brustdrüsengewebe, das Verbleiben von Plazentaresten in der Gebärmutter oder eine Schädigung der Hirnhangdrüse.

Zu wenig Milch – Stilltee und Co.

Um etwas gegen das Problem zu tun, wenn zu wenig Milch produziert wird, gibt es verschiedene Mittel, die dabei helfen können. Hierzulande ist der Stilltee sehr bekannt, der unter anderem aus Fenchel, Kümmel und Anis besteht. Auch Malzbier soll hilfreich sein, ebenso wie spezielle Milchbildungskugeln oder Bockshornkleesamen. Ein Besuch beim Heilpraktiker oder Homöopathen kann bei zu wenig Milch eine sinnvolle Maßnahme sein. Es gibt einige homöopathische Mittel, die geeignet sind, um bei Stillproblemen zu helfen. Solche Mittel sollten jedoch nicht in Eigenregie, sondern nur nach einer ausführlichen Beratung genommen werden.1

Was tun bei zu wenig Milch?

Wenn körperliche Störungen und Krankheiten als Ursache für zu wenig Milch beim Stillen ausgeschlossen werden können, kann die Mutter einige Maßnahmen ergreifen, um den Milchfluss anzuregen.

  • Zunächst sollte das Kind so oft wie möglich angelegt werden, damit die Produktion in Gang kommt und bleibt.
     
  • Zusätzlich hilft auch Abpumpen.
     
  • Während des Stillens sollte man hin und wieder die Seiten wechseln, um beide Brüste gleichermaßen anzuregen.
     
  • Flaschensauger, Schnuller und Ähnliches sollten in dieser Zeit vermieden werden, da sonst das Kind den natürlichen Saugreflex an der Brust verlernen kann.
     
  • Ruhe und Schmusen zusammen mit dem Baby tut Mutter und Kind gut und sorgt für Entspannung, sodass der Körper nicht unter Stress steht und seine Funktionen in Ruhe erfüllen kann.

Auch das Kind trinkt so mit Sicherheit lieber. Zu wenig Milch kann nämlich auch emotionale Auslöser haben.