Spucken Baby

Warum spucken Babys?

Spucken Baby

Das Spucken beim Baby ist sehr verbreitet. Fast allen Säuglingen kommt ab und zu die Milch nach dem Stillen wieder hoch. Typischerweise passiert das dann beim Bäuerchen-Machen.1 Das ist überhaupt nicht schlimm, denn bei Babys ist der Verschluss, der die Speiseröhre dicht hält noch nicht ganz so zuverlässig wie bei Erwachsenen. Deshalb fließt öfters einmal ein Teil der aufgenommenen Milch zurück. Dies wird Reflux genannt.2

Spucken beim Baby ist nicht gleich Erbrechen

Während das Spucken beim Baby harmlos ist, ist das richtige Erbrechen ein Warnsignal. Beim Erbrechen kommt die Milch schwallweise wieder heraus. Sollten Sie schwungweises Spucken bei Ihrem Baby erkennen, sollten Sie lieber zum Arzt gehen, denn dahinter kann ein ernsthaftes gesundheitliches Problem stecken. Wenn Sie neben dem Erbrechen außerdem feststellen, dass Ihr Kind unglücklich oder sogar ängstlich wirkt und viel weint, kann dahinter sogar ein Problem mit dem Stoffwechsel stecken.3 Es kann aber auch sein, dass etwas mit dem Magen nicht in Ordnung ist.4 So kann zum Beispiel der Muskelring verengt oder verkrampft sein. Der auch beim Erbrechen mit Fieber gehen Sie mit Ihrem Nachwuchs lieber gleich zum Arzt. Hier könnte eine Infektion (z.B. ein Magen-Darm-Virus) hinter dem heftigen Spucken bei Ihrem Baby stecken.

Spucken beim Baby: Wie geht man damit um?

Spucken Baby

Wenn Sie öfters Spucken bei Ihrem Baby erkennen, dahinter aber keine offensichtliche Krankheit steckt, können Sie verschiedene Methoden ausprobieren, um das Spucken zu minimieren. Achten Sie zum Beispiel darauf, dass die Milchflasche vor dem Trinken nicht zu fest geschüttelt wird. Das Schütteln erzeugt Luftblasen, die das Baby schließlich mittrinkt und die Ihr Kind danach zum Spucken bringen.5 Wenn Ihr Nachwuchs ein gieriger Trinker ist, lassen Sie es zwischendurch schon ein Bäuerchen machen. Beim Stillen achten Sie darauf, dass Ihre Brust nicht zu voll ist, damit sich Ihr Sprössling nicht daran verschlucken kann. Tipp: Vor dem Stillen die Milch ein wenig ausstreichen. Schaffen Sie auch eine ruhige Atmosphäre beim Trinken.6 Das Baby sollte eher aufrecht gehalten werden und nach der Mahlzeit eine kleine Ruhepause bekommen. Beim Trinken aus der Flasche ist Hygiene ganz wichtig. Verwenden Sie keine Milchreste und reinigen Sie die Flasche gründlich im Wasserbad. Falls Ihnen dennoch das Spucken bei Ihrem Baby Sorgen bereitet, suchen Sie im Zweifelsfall Ihren Kinderarzt oder Ihre Hebamme auf.

Referenzen - Spucken Baby

  1. VEITL V, BRÖNSTRUP A, BÖCKLER H-M, HELM K, KAFKA C, LAMME W, MÜLLER H WELLS JCK. Akzeptanz, Toleranz und Wirksamkeit von milupa Comformil bei Säuglingen mit kleineren Ernährungs- und Verdauungsproblemen. Journal für Ernährungsmedizin. 4/2000. 14-20.
  2. VEITL V, BRÖNSTRUP A, BÖCKLER H-M, HELM K, KAFKA C, LAMME W, MÜLLER H WELLS JCK. Akzeptanz, Toleranz und Wirksamkeit von milupa Comformil bei Säuglingen mit kleineren Ernährungs- und Verdauungsproblemen. Journal für Ernährungsmedizin. 4/2000. 14-20.
  3. Russ, Verena. Wenn aus Spucken mehr wird. Pharmazeutische Zeitung Online. Aus Printausgabe 32/2010.
  4. Russ, Verena. Wenn aus Spucken mehr wird. Pharmazeutische Zeitung Online. Aus Printausgabe 32/2010.
  5. VEITL V, BRÖNSTRUP A, BÖCKLER H-M, HELM K, KAFKA C, LAMME W, MÜLLER H WELLS JCK. Akzeptanz, Toleranz und Wirksamkeit von milupa Comformil bei Säuglingen mit kleineren Ernährungs- und Verdauungsproblemen. Journal für Ernährungsmedizin. 4/2000. 14-20.
  6. Russ, Verena. Wenn aus Spucken mehr wird. Pharmazeutische Zeitung Online. Aus Printausgabe 32/2010.