Babymilchnahrung

Babymilchnahrung

Babymilchnahrung

Es gibt verschiedene Gründe, warum eine frischgebackene Mutter ihr Kind nicht stillen kann und ihm deshalb Babymilchnahrung geben muss. Diese dient als Ersatz für die Muttermilch, damit das Kind trotzdem mit allen nötigen Nährstoffen versorgt wird. Grundsätzlich empfehlen Experten, bis mindestens zu Beginn des 5. Monats zu stillen und erst dann mit Beikost zu beginnen. Wenn jedoch das Stillen nicht möglich ist, muss die Babymilchnahrung als Alternative ausreichen. Diese speziell auf Säuglinge zugeschnittene Babymilchnahrung enthält alle Nährstoffe, die auch in der Muttermilch zu finden sind und die das Baby braucht, um gesund zu wachsen. Es gibt jedoch einige Unterschiede in der Babymilchnahrung, sodass sich die Eltern gut informieren müssen, welche das Richtige für das Kind ist.

Wann und warum Babymilchnahrung füttern?

Babymilchnahrung

Babymilchnahrung muss dann gegeben werden, wenn die Mutter das Kind nicht stillen kann oder das Baby die Brust ablehnt. Einige Mütter geben Babymilchnahrung auch zusätzlich, wenn sie selbst zu wenig Milch produzieren oder geben zeitweise Babymilchnahrung nach dem Stillen. Direkt nach der Geburt geschieht es recht häufig, dass das Baby die Brust ablehnt – sei es durch Anpassungsschwierigkeiten, eine Beeinflussung durch Medikamente oder Sonstiges. In diesem Fall sollte das Baby nicht zum Trinken gezwungen werden, denn dies kann eine dauerhafte Brustscheu hervorrufen. Flaschensauger oder Schnuller sollten erst ab dem 2. Monat häufiger gegeben werden, denn diese können dazu führen, dass das Kind den normalen Saugreflex nicht mehr bei der Brust der Mutter anwenden kann. Auch psychische Ursachen wie Stress und Hektik können zu einer Verweigerung der Brust führen.2

Es kann auch vorkommen, dass Babymilchnahrung nötig ist, weil die Mutter aus verschiedenen Gründen nicht stillen kann. Bei Drogenabhängigkeit zum Beispiel wird dringend vom Stillen abgeraten, da das Baby die Schadstoffe über die Muttermilch aufnimmt und so ebenfalls von der Wirkung der Drogen betroffen ist. Hier ist Babymilchnahrung dringend erforderlich. Auch ein Überschuss an Testosteron kann dazu führen, dass das Stillen erschwert wird, ebenso wie organische oder psychische Probleme.3

Welche Babymilchnahrung?

Babymilchnahrung

Babymilchnahrung enthält wichtige Mineralien, Vitamine und Spurenelemente, die das Kind zum wachsen braucht. Auf der Verpackung steht in der Regel das Alter, für das die Nahrung gedacht ist. So ist sogenannte Pre-Nahrung zum Beispiel für Neugeborene geeignet, bis hin zum 4. bis 6. Monat. Sie ist sättigend und hat eine ähnliche Konsistenz wie die Muttermilch. Alternativ kann man 1er Milch nehmen, der Unterschied liegt darin, dass diese Babymilchnahrung neben Milchzucker auch Stärke enthält, was dazu führt, dass die Nahrung dickflüssiger und sämiger wird. Sie ist für Babys geeignet, die viel Hunger haben, wobei man sich immer an die Mengenangaben auf den Packungen halten sollte. Ab dem 7. Monat kann die Folgemilch gegeben werden. In der sogenannten Folgemilch 2 sind mehr Kalorien und Eiweiße enthalten, sie hat aber mit der Muttermilch eigentlich nichts mehr gemein. Ein Wechsel von der Pre-Milch oder 1er Milch ist möglich, aber nicht nötig. 

Weitere Sorten der Babymilchnahrung

Babymilchnahrung

Neben der Pre-Milch und der Folgemilch 1 und 2 gibt es noch die Folgemilch 3, die ebenfalls zur Babymilchnahrung gehört. Sie darf frühestens ab dem 10. Monat gefüttert werden und am besten nur, wenn das Baby bereits gut an Beikost gewöhnt ist und darüber bereits wichtige Nährstoffe enthält. Die Folgemilch 3 enthält viel Zucker, Stärke und Eiweiß, daher sind sich die Experten noch nicht einig, ob diese Milch wirklich gesund ist, da sie sehr viele Kalorien enthält und somit zu Übergewicht führen kann. Nur, wenn das Baby sich sehr viel bewegt und nur wenig Beikost akzeptiert, sollte auf Folgemilch 3 zurückgegriffen werden.
Kinder mit erhöhtem Allergierisiko bekommen hypoallergene Nahrung, auch HA-Nahrung genannt. Durch diese Nahrung soll das Allergierisiko vermindert werden, da das Milcheiweiß hier bereits aufgespalten ist. Man sollte aber nur nach Rücksprache mit dem Arzt HA-Babymilchnahrung füttern.1